8. November: Book Release in englisch: Der Klang der Famile – Berlin, Techno and the Fall of the Wall

Nächste Woche Samstag gibt’s in der Berghainkantine den Release der englischen Version des Buchs “Der Klang der Familie”.
Ich bin ein bisschen traurig das ich nicht dabei sein kann, weil ich in Polen auf der Mayday versuchen werde die Tracks von damals zu vermitteln. Aber ihr solltet da hin gehen, es haben sich auch viele von den Protagonisten des Buchs und der Doku angesagt, die im Anschluß mit englischen Subtiteln gezeigt wird.
Und hier nochmal die ganze Doku zum schmackhaft machen

Die Oral History des Münchner Ultraschall


Sven VT did it again, hat sich die Protagonisten des Ultraschall geschnappt und diese die Geschichte dieses für München so wichtigen Clubs erzählen lassen. Ich war in beiden, dem Original auf dem alten Flughafen München Riem und dem Nachfolger auf dem Kunstpark Ost Gelände oft und habe da immer sehr gerne aufgelegt, allein wahrscheinlich schön deshalb weil es so unmünchen war. Wie einige in dem Artikel auch, fand ich jedoch die erste Inkarnation besser, nicht nur wegen dieser surrealen Location auf einem Flughafen, auf dem ich vor kurzem noch eingecheckt hatte, sondern auch weil mir das Saufmeilenambiente des Kunstpark Ost nie wirklich gefallen hatte, auch wenn man das, erstmal im Ultraschall drin, sehr schnell vergessen hatte.
Beiden zueigen war jedenfalls ein sehr klirrender, kalter Sound, was wahrscheinlich mit den reflektierenden Fliesen an den Wänden zu tun hatte, das paßte aber unglaublicherweise sehr gut zum musikalischen Programm.

Nightclubbing: An Oral History of Munich’s Ultraschall

Update: gerade wurde mir eine virtuelle Besichtigung des Clubs von Christian Seiler und Patrick Gruban und zugespielt, die bereits seit 1995 im Netz ist

Doku: Universal Techno (1996)

universal techno

Hatten wir hier noch gar nicht, auf der Höhe der Detroit-Berlin Achse ist diese Doku entstanden, es gibt viel alten Tresor, altes Hardwax, Detroit samt Protagonisten zu sehen und natürlich wird nochmal eruiert wie es zu Techno kam und warum Techno in Deutschland so erfolgreich wurde, aber auch Japan und England werden nicht außen vor gelassen um dem Titel Universal gerecht zu werden

(Via Dimitri Hegemann)

Das Medien Supplement “Party auf dem Todesstreifen” zum Buch “Der Klang der Familie” zum Nachgucken

Ich war ja sehr gespannt darauf wie die Doku ausfallen würde, nachdem das Buch die Latte ja sehr hoch gehängt hatte. Klar, das man in einer Stunde nicht so ausführlich werden könnte, trotzdem erstaunlich wieviel man da untergebracht hat und wie der Geist der Zeit von Bildern wieder aufgerufen werden kann. Beide, also Doku und Buch ergänzen sich m.E. als Zeitdokument wieso und warum Techno und Berlin sehr gut. Für mich persönlich wurde wieder mal klar, warum mich diese Zeit mehr geprägt hat als bei den meisten die Pubertät und man wünscht sich diese ganze Überregulierung heutzutage mal wieder weg.
Kann man sich noch 7 Tage anschauen (Depublizierung, auch so’ne Schwachsinnsregelung):

27.7, 23:05, Arte: Party auf dem Todesstreifen, “Der Klang der Familie” in Bild und Ton

KdFTrailer

Ich schrieb ja schonmal, das die Bild und Ton Variante des Buchs “Der Klang der Familie” demnächst auf Arte zu sehen sein wird. Mittlerweile gibt es auch einiges an Trailern was als Anfixung eigentlich gar nicht nötig wäre, aber seht selbst:

Berlin Techno – Acceleration from Along Mekong Productions on Vimeo.

Berlin Techno – 10.11.89 from Along Mekong Productions on Vimeo.

Berlin Techno from Along Mekong Productions on Vimeo.

Berlin Techno on air on ARTE 27.7. / 11:05 pm from Along Mekong Productions on Vimeo.

UPDATE: Ein Interview mit den Autoren Sven van Thülen und Felix Denk über die Doku: „War das wirklich so?“

25 Jahre Loveparade Nachklapp: Loveparade 91 in Ton und Bild

LP91
Erich Fertig hat’s mal wieder getoppt und Originalmaterial von der 91er Loveparade digitalisiert. Die Loveparade 91 war ja in vielerlei Hinsicht einzigartig, nicht zuletzt weil sie die erste war bei der die ganzen Stämme aus den Städten erstmalig quasi vollständig angereist waren, das hat der Sache damals einen ziemlichen Schub verliehen. Ich glaube jeder hat da erst realisiert wieviele wir eigentlich sind.
So ca.ab Minute 6:25 komm ich mit Rok auf dem Tresorwagen ins Bild, was die Bildunterschrift sagen will weiß ich allerdings nicht :D

25 Jahre Loveparade

Loveparade89
Heute würde sich die Loveparade zum 25sten Mal jähren, nun, behandelt wurde sie an dieser Stelle wohl genug, aber an anderen Stellen, da ist das natürlich ein Grund zur Berichterstattung und Rekapitulation. Besonders gefallen hat mir gerade Als die Love Parade laufen lernte, nicht zuletzt wegen des Interviews mit dem Fotografen der ersten Loveparade Erik-Jan Ouwerkerk und den dazu eingeblendeten Bildern, auf denen man so viele wiedererkennt, was nicht wundern sollte bei ca. 150 Leuten, die man alle kannte. Zudem endlich ein Bildbeweis das ich auch da war, siehe oben :D

Morgen, 5.6.2014: The Sound of Belgium – Film Screening and Q&A at Platoon Kunsthalle


Es gab eine Zeit vor Techno, die Älteren hier werden sich erinnern. In fact war es ein langer Weg bis zu Techno, der in den frühen 80ern seinen Anlauf nahm und Belgien viel zu verdanken hat, angefangen von Front 242 über The Weathermen versuchte man sich dort schon früh an der Tanzbarkeit von elektronischer Musik. Zeitgleich mit Acid schwappte dann hier New Beat an, das zwar einige Parallelen hatte und doch völlig anders war, man merkte ihm seine Wurzeln im EBM noch deutlich an, der im Nachhinein etwas stumpfe Beat und die gröbere Agessivität der Sounds ließen daran nicht zweifeln. Vor allem letzteres machten ihn damals attraktiv für meine Sets, das mit der groben Kelle einschenken mischte sich wunderbar mit Acid und diesem Prä-Techno, den ich damals für meine Sets suchte. Aus New Beat wurde dann irgendwann Techno, auf Labels wie Music Man, R&S, SST und weiteren, die allesamt ihre Wurzeln wiederum im New Beat hatten. Für die ausführliche Geschichte hat praktischerweise gerade die Groove einen Artikel draußen und wer es ganz ausführlich will, dem empfehle ich morgen das Screening der Doku The Sound Of Belgium, wo ich nach der Vorführung dann auch bei einer Paneldiskussion dabei sein werde um zu eruieren, wie wichtig dieses Land und seine Epochen für das sind, was wir heute Techno nennen.

Als Bonus noch hier meine New Beat Top 3:

Agaric I’m Gonna Beat This

Zsa Zsa Laboum – Something Scary

Edwards & Armani- Acid Drill

Berlin, Gay T Dance 17.11.1991

Ich glaube wir hatten den hier sogar schonmal, aber nicht so lang und nicht in der Qualität, denn das kommt vom Original VHS Tape von Erich. Gay T Dance war damals die letzte Station, alle 2 Wochen auf den Sonntagabend und alle strömten hin, Gays, Normalos und natürlich alle übrig gebliebenen aus Planet und Walfisch. Es war völlig egal woher man kam und wie man gepolt war, der Hool tanzte mit der Tucke die frisch Aufgestandenen mit den bereits 3 Tage wachen und alle teilten sich die Bühne dafür.
An besagtem Date hatte ich die Ehre, neben Marcos Lopez für die musikalische Stimmung zu sorgen, man sieht mich desöfteren im Tresorshirt hinter den Decks.
Gerade im Hinblick auf den Blogpost zuvor ist das natürlich ein super Gegensatz :D