Cyberpunk für billig: Marc Laidlaw’s Romane als DRM freie Kindlebücher

Laidlaw
Marc Laidlaw’s Dad’s Nuke und Neon Lotus waren für mich, mit William Gibson und Bruce Sterlings Werken, damals die Cyberpunk Lektüre schlechthin, wobei Marc Laidlaw’s Romane viel lustiger waren. Nun gibt es die für schlappe 3 € als Kindlebücher und ich freue mich die alten Schmöker in meine Kindlebibliothek aufnehmen zu können, wo passen Cyberpunk Romane schließlich besser hin? Desweiteren werde ich die Gelegenheit nutzen um mir die Werke zu Gemüte zu führen, die ich verpaßt habe, da gibt es nämlich einige

(Via Boing Boing)

Very long and turbulent read: What is Code?

whatiscode
Ich habe schon paarmal angefangen Computersprachen zu lernen, aber bis auf etwas brüchiges HTML ist nur wenig hängengeblieben. Ich verstehe die Grundzüge, der Rest, ist ähnlich wie Mathe für mich, Babylon, leider.
Nun habe ich aber endlich diesen, von vielen zu Recht verlinkten, großartigen Artikel What is Code von Paul Ford durch und kann zwar immer noch nicht coden, aber für das Verständnis war es wundervoll und finde noch mehr Parallelen zur Musikkomposition als vorher, warum mir das eine reingeht und das andere nicht erklärt der Artikel natürlich nicht.
Aber auch in anderer Hinsicht finde ich den bemerkenswert, denn er zeigt auf wie zukünftig Wissensvermittlung für Generationen, die mit Tablets und Monitoren aufwachsen laufen kann, mag einigen zu bunt und verspielt sein, aber das die Linearität durch Optik und Animation aufgepeppt wird, wenn man sie schon nicht brechen kann, kommt wahrscheinlich nicht nur mir, sehr entgegen. Ich denke E-Books könnten sich in genau so eine Richtung weiter entwickeln, die monochromen E-Ink Reader von heute sind ja eigentlich eine Analogbuch imitierende Brückentechnik, die schon jetzt von den Tablets überholt wird

Kindlebox, automatisch via Dropbox alles auf den Kindle laden


Es war schon bisher nicht unbedingt schwierig alles mögliche auf den Kindle zu kriegen, sei es über Calibre oder die Kindle Mailadresse für größere Brocken oder die Klip.me Erweiterung und Pocket für Webinhalte, aber so simpel und automatisiert wie mit Kindlebox hab ich mir das immer gewünscht. Kindlebox erstellt automatisch einen Dropbox Ordner und alles was da drin landet, landet stantepede auf den dafür autorisierten Kindlegeräten, simple as that. Klappt natürlich nur mit kindlegeeigneten Formaten wie .mobi, .pdf und .doc und leider ist ein löschen via Dropbox nicht möglich, sondern nur am Kindle, aber damit kann ich leben.

(Via Lifehacker)

Wir hatten ja nix! Das Buch zum einjährigen des Techniktagebuch Blogs


Schönes Geschenk vom Techniktagebuch das sich seit einem Jahr zu einem meiner Lieblingsblogs hochgeschrieben hat. Das Techniktagebuch läuft unter dem Motto “Ja, jetzt ist das langweilig. Aber in zwanzig Jahren!” und so liest sich das auch. Mittlerweile haben knapp 100 Autoren insgesamt 1730 Beiträge geschrieben, die dank der Tumblr’schen Rückdatierungsfunktion bis ins Jahr 1956 zurückreichen. Jetzt weiß ich auch warum ich mit dem Lesen oft nicht hinterher komme.
Zum Jubiläum gibt es nun bei Sobooks entweder alles für kostenlos, was ca. 2000 Seiten macht, oder die kuratierte Best Of Version mit 375 Seiten für schlappe 1,99. In eigenen Worten: “Wer mehr bezahlt, bekommt also weniger Text, dafür mehr Lebenszeit geschenkt”, seems leggit.

Buch: Aleister Crowley: The Beast in Berlin: Art, Sex, and Magick in the Weimar Republic


Es gab mal eine Zeit da habe ich mich für diesen illusteren Knaben sehr interessiert und frisch in Berlin habe ich sogar in der Staatsbibliothek nach exakt solchen Dokumenten gesucht, die dieses Buch nun behandelt. Crowley und Berlin, zwei Gründe die dieses Buch dann trotzdem für mich nochmal interessant machen, denn bislang blieb es doch eher diffus, was genau ihn hierher trieb und was er hier machte, Spion für England? Kunst? Oder doch nur die Frauengeschichten? Eine frühe Ex-Pat Berlin Geschichte, die ob ihrer beiden Protagonisten und der Zeit in der sie aufeinander trafen auch heute noch sehr interessant sein dürfte

Aleister Crowley: The Beast in Berlin: Art, Sex, and Magick in the Weimar Republic

(Via Boing Boing

Mein Problem mit E-Book Readern

readers

Yeah, Ebook Reader, you’ve come a long way, aber angekommen sind wir auch im Jahr 2015 noch nicht. Sicher, es ist schnafte nachts im Bett ohne Lampe lesen zu können, erleichternd sich für Reisen nicht für Bücher entscheiden zu müssen, weil passen ja alle rein ohne aufzutragen und eigentlich liebe ich meinen Kindle sogar, aber wehe man will mit den Dingern mal arbeiten. Gerade jetzt fällt mir das mal wieder auf, wo ich ein Sachbuch durchgehe, das im Print dahingehend konzipiert war das an manchen Stellen Platz gelassen wurde um nach Fragen eigene Einlassungen anzubringen. Mach das mal mit dem Kindle! Der freudige Hinweis aus dem Printkosmos, dem dieses Buch entsprang lautet „Wenn Sie wollen kopieren sie sich die Seiten und bearbeiten Sie sie dort“. Auf dem Kindle liest sich das wie Häme, weil, mach das mal. Sicher, man kann Zeilen markieren und die kann man dann auf seiner persönlichen Kindleseite einsehen, aber gleich seitenweise Kopieren um darin zu arbeiten oder im Dokument zu arbeiten ist, obwohl man solche Bücher offensichtlich verkauft, so nicht vorgesehen.
Mein Behelf sieht gerade folgendermaßen aus: Ich synchronisiere die Seite des Kindle in der Cloud, wechsele auf mein iPhone, rufe die Kindle App und dort die synchronisierte Seite auf, kopiere die und paste in Evernote um dort weiter zu arbeiten, 2015, crazy!
Man sollte meinen vielleicht geht das ja in der Desktop Version, aber weit gefehlt, Kopieren geht hier so wenig wie auf dem Reader, weil is nich, ist so nicht vorgesehen, ausgegrauter Menüpunkt.
Das gekaufte, gedruckte Buch hätte 3€ mehr gekostet, würde aber mir gehören, anstatt nur eine Lizenz zum Lesen zu erwerben und ich könnte Scannen und OCRen, drin rumkrakeln wie ich lustig bin und es danach noch verschenken. Mach das mal mit dem Kindle!
Ich war jetzt schon versucht zusätzlich noch irgendwoher eine epub Raubmordkopie zu erstehen um diese in meinen anderen Reader auf dem iPhone, Gerty, zu laden und dort zu bearbeiten, weil da ist extra so eine Notizbuchfunktion drin, aber Ebooks auf dem iPhone lesen ist halt auch nur eine Krückentechnologie für unterwegs und kleine Happen. Überhaupt das dieser Formatkrieg zwischen epub und mobi immer noch ausgefochten wird und das jeder Anbieter sich mit minimalen Abweichungen in diesen Formaten in seinen umzäunten Garten zurück zieht, herrje, welches Jahr haben wir nochmal?
Natürlich ist Markieren, Notizen, Textzeilen aus dem Reader auf Twitter oder Facebook teilen etc. schonmal der richtige Weg, aber wir könnten schon so viel weiter sein, was den Umgang mit Büchern angeht. Das es ausgerechnet bei dem Preis von E-Books im Vergleich zum Print Pendant immer noch Dinge gibt, die sich mit diesen besser bewerkstelligen und das gleichzeitige Fehlen von Möglichkeiten wie bearbeiten des Textes Standardfeatures wie und Copy & Paste in einem digitalen Gerät, Gutenberg macht sich im Grab das Leichenhemd voll vor Lachen.

Temp, 20 tägige Online Fortsetzungsgeschichte von Douglas Coupland

Auf der Seite der kanadischen Zeitung Metro gibt’s gerade jeden Tag ein neues Kapitel von Temp, aktuell ist man bei Tag 3.
Passend dazu gibt’s ein Tumblr Blog namens I Am Temp von jemand ganz anderem, das aber sogar ganz offiziell Coupland’s Thumbs Up bekam.
Daraus habe ich den hier, der mal die andere Seite der russischen Dash Cams zeigt, also diese Winschutzscheiben Cams von denen man sonst nur die krassen Unfälle kennt

(Via Markus Andrezak)

Warum E-Books größer werden als man gemeinhin denken mag

Wir hatten hier ja letztens in den Kommentaren die Diskussion ob E-Books und warum überhaupt und ob sich das denn rechnet. Hier endlich mal ein Bericht von innen, der, neben Prozedere Kleinklein auch mal Zahlen nennt
Why e-books will be much bigger than you can imagine

Als deutsche Ergänzung empfehle ich Spreeblick Johnny’s Experiment mit seinem E-Book I live by the river nachzulesen