Download: Hörspiel “The Future Is Ours – Als Techno durch die Decke ging”

futureisours

Hatte ich zwar schonmal, gibt’s aber jetzt zeitlich begrenzt zum Download und könnte zeitlich kaum besser kommen als zur am Samstag anstehenden TEKKNOZID. Ein kleines Hörspiel von Maike Wüllner über die Ursprünge von Techno, hauptsächlich Berlin und alle kommen zu Wort, Wolle, Motte, Laarmann, Dimitri Hegemann, Johnny Stieler, Arne Grahm, icke, unterlegt mit einer wirklich gelungenen Musikauswahl aus der Zeit.
Wurde seinerzeit so beworben:
1989. Die Wende. Im gerade wiedervereinten Berlin herrscht ein neues Lebensgefühl und liefert die perfekten Bedingungen für eine neue Subkultur: In leer stehenden, vergessenen Kellern entstehen Clubs. Mit neuem, urbanem Sound. Und diese Musik schafft das, was die Politik lange Zeit nicht erreicht: sie vereint. Zumindest die unterschiedlichsten Leute auf einer Tanzfläche, mit einer Musik, mit einer Art, zu feiern. Diejenigen, die damals die Tanzfläche beschallt haben, sie gebaut haben oder auf ihr standen, erzählen, wie in den Trümmern der Berliner Mauer die Subkultur Techno groß wurde. Und dass die Raver schon bei der zweiten Loveparade 1990 wussten: „The Future Is Ours“!

Download hier, lohnt sich!

(via Mike Litt)

The Art of Sampling visuell

polygraph

Sampling, eine Kunstform ohne die moderne Musik kaum vorstellbar wäre. Ach, was sag ich, seit der Digitalisierung ist eigentlich alles Sampling und mit der aufkommenden 3D Drucker Technik, denke ich mal, das wir da trotz mittlerweile 30 Jahren Erfahrung, immer noch am Anfang stehen.
Polygraph ist eine Seite, die sich visuellem Erzählen widmet, hat dies nun mit der Kunst des musikalischen Sampelns gemacht und zwar indem sie aufzeigt, wie der Jazzmusiker Robert Glasper, der durchgängig mit Samples aus dem Werk von Miles Davis arbeitet aus einem 2 sekündigen Sample einen neuen Track baut.
Auf der Seite Samplestitch kann man das dann mit anderen Tracks via Tastatur auch probieren

(via irightsinfo)

Wolfgang Tillmans Ode ans Smartphone: Device Control

wolgang-tillmans

Ja, genau der Wolfgang Tillmans, Chronist der Afterhours der 90er, Fotograf und Künstler der neben dem Berghain auch in sämtlichen Galerien und Museen der Welt seine Momentaufnahmen ausstellt. Dieser Wolfgang Tillmanns hat sich nun also auch musikalisch versucht, überzeugt mich nicht ganz. Ich wußte ja, das er seit geraumer Zeit der Digitalfotografie erlegen ist, aber das das daraus Liebeslied auf iPhones wird, finde ich irgendwie süß

Meat Katie Tracks von 1997 – 2002 Remastered & Free!

meatkatie
Damals, als Big Beat und NuSkool Breaks das dicke Ding warten und den Bass im Kilo ablieferte war Meat Katie schon immer einen Zacken technoider und minimalistischer als die meisten anderen aus dem Genre. Mir kam das sehr zupass, weil die Tracks immer eine schöne Brücke zum Techno bildeten, mit dem ich das verband. Mittlerweile habe ich schon einige Male mit ihm u.a. im Tresor und bei Dangerous Drums aufgelegt und finde ihn auch menschlich eine sehr knorke Type. Dazu paßt auch, das er gerade auf Bandcamp einige seiner alten Gassenhauer remasterd und for free raushaut. Sollte man sich nicht entgehen lassen. Sachen wie
Next Life

oder Rotten Dot Com

klingen heute noch so frisch wie damals

Big up dafür, ich wünschte mir mehr Artists kämen auf diese Idee, auf das die Perlen aus vergangenen Epochen nicht vergessen werden und untergehen

(Via Blogrebellen)

9 Stunden Carl Cox Space Residency Abschluss Set

cox-closing

Von all den Big Room DJs ist mir Carl Cox immer noch der liebste. Einer der wenigen die mir bei Tracks im Verbund noch neue Facetten in diesen aufzeigen kann und einfach ein Buddha von Bloke.
Letztes Jahr hat er schon das Ende seiner Redicency im ibizenkischen Space verkündet, gestern war es dann soweit und er hat sich nicht lumpen lassen und die ganze Chose von über 9 Stunden selbst gerissen. Einmal quer durch alle Stile und Jahre

Classic of the day: Foul Play – Stepper Remix

Ein Track der mich seit 1995 immer wieder kriegt, als ich ihn zum ersten Mal auf dem nicht minder großen Album Suspected gehört habe. So auch die Tage wieder als ich ihn in meiner sommerlichen Drum & Bass Laune wieder entdeckte. Aus der Zeit als sich Jungle zu Drum & Bass verwandelte und hier ist die 50/50 Mischung sehr deutlich rauszuhören. Kling immer noch frisch und ist spätestens ab Minute 3 bis heute ein Blueprint wie man Rhythmik nach oben schrauben kann

EP of the day: Clarity – Fog / Blue Ruin

Läuft bei mir seit ein paar Tagen in Dauerrotation und ich bleibe immer wieder drauf hängen, gehört wohl zu Drum & Bass gefiled, würde sich m.E. auch gut in einem Technoset machen, dieser böse dräuende Minimalismus gefällt mir sehr gut, kann gerne mehr von kommen.

Orfium, Soundcloud, respektive Bandcamp Alternative, verspricht 80% Revenue

ORFIUM1
Schon mutig, während andere laut darüber nachdenken den Download ganz zu killen und sich Soundcloud nach Käufern umschaut, noch einen Dienst zu starten, der verspricht 80% der Einnahmen an die Künstler zurück zu geben. Anderseits vielleicht auch gerade deswegen ein guter Zeitpunkt. Aber Orfium verspricht noch mehr:
orfiumdeal

orfiumdeal2
Ob der Dienst abhebt oder floppt ist tatsächlich davon abhängig, ob er das Zeug dazu hat den beiden Platzhirschen User abspenstig zu machen, da habe ich momentan bei dem überfrachteten GUI noch so meine Zweifel, aber könnte ja noch werden.

EP of the day: Premium – Sour Diesel EP

PremiumSourDiesel
Ich bin so auf der Suche nach neuen Breaks, weil ich solche am Sonntag in Bern auflegen soll und stolpere über sowas und bleibe drauf hängen. Ist gefiled unter Drum & Bass, aber gibt es sowas wie Drum & Bass Minimal? Dann würde ich das so benennen wollen. Das ganze Sounddesigner Fleisch, was Drum & Bass sonst so ausmacht einfach mal weggelassen und stattdessen wirklich nur Trommel und Bass. Ich weiß das es diese Unterart zuweilen gibt, aber das hier bringt’s wirklich auf den Punkt. Gut, im Sommer bin ich für sowas sowieso immer sehr empfänglich