Hardwax nun auch als Onlinestore mit Hörproben

Hardwax, der Laden wo ich bis Mitte der 90er fast ausschließlich meine Platten kaufte, kommt in die Puschen und bietet ab sofort einen Onlinestore mit Hörpreviews an.
Nicht nur für Detroitfreunde interessant, denn mittlerweile ist Hardwax auch der führende inländische Laden in Sachen…

na, ihr habt es sicherlich geahnt, jawoll, Dubstep[/url]. Also nix mehr teures Porto für Verschickungen aus UK! :D

Kanadische Musiker zu P2P Strafverfolgung: Not in our name!

in einem sehr lesenswerten Pdf machen sich kanadische Musiker von Rang Luft bezüglich der Gebahren ihrer Plattenfirmen:

We are a growing coalition of Canadian music creators who share the common goal of having our voices heard when it comes to making the laws and policies that affect our livelihoods. We are the people who actually create Canadian music. Without us, there would be no music for copyright laws to protect.

Until now, a group of multinational record labels has done most of the talking about what Canadian artists need out of copyright. But let’s be clear: major labels are looking out for their shareholders, not for Canadian artists.

We, as Canadian music creators, have identified three simple principles that should guide copyright reform and cultural policy: (1) Suing our fans is destructive and hypocritical, (2) Digital locks are risky and counterproductive, and (3) Cultural policy should support actual Canadian artists.

The labels have been suing our fans against our will, and laws enabling these suits cannot be justified in our names.

Lawsuits unfairly alienate our fans. Artists cannot expect to say, “see you in court,” and then, “see you at Massey Hall next fall.” A few other countries have created a legal climate where suing fans is the norm. Lawsuits against music fans benefit no one. If there is a threat to Canadian artists, it is not p2p downloading or sharing music but lawsuits brought by the recording industry against our fans.

Fans who share music are not thieves or pirates. Sharing music has been happening for decades. It is hypocritical for labels to sue fans for something that everyone in the music industry has done him or herself.

Kleiners Tutorial: Imagedesaster

Man schaue sich diese Meldung auf Heise an, in der bekannt wird, das Kollegen wie Moses Pelham oder eben auch Mousse T Logistep damit beauftragen massenweise P2P User zu verklagen um wohl so an das Geld zu kommen, das offensichtlich in den Kassen fehlt.
Man schaue danach auf Mousse T’s Website und schaue unten rechts in die Shoutbox, solange es die noch gibt. ich hab mir das Desaster jedenfalls mal zur Sicherheit gesaved, als leuchtendes Beispiel wie man sich’s verscherzen kann. Immerhin, in dieser Shoutbox gibt Mousse T zu verstehen:

“Kritik finde ich gut & wichtig…Stecke leider niicht im Detail wg. Logostep, aber trage natürlich die Verantwortung für die taten unserer Platternfirma. Dahher mache ich mich mal schlau & dann gibt´s ein Statement.”

Gespannt wäre ich im übrigen auch wie die Firma Superstar ihren Künstlern wie z.B. Mylo, Green Velvet, Tok Tok und Märtini Brös ihre neuen Labelkollegen die Grup Tekkan vermittelt (bewußt ohne Link!).
Scheint ganz schön eng im Dancesektor geworden zu sein ;)

Dubstep Bizznizz

Wieder mal etwas über die fresheste Musike wo momentan gibt.
Einerseits endlich mal ein Artikel[/url] in Deutsch aus der Schweiz über diesen so sympathisch, düsteren Style, der mich gerade sehr begeistert und insbesondere die kurze aber ereignisreiche Historie plus diverse Anspieltips.
Und ein sehr geiles Interview[/url] mit dem öminösen Burial, dessen erstes Album gerade an den Start geht, Beispiele:

And the thing about those drums: they’re still the future. It’s not a lost art – people still don’t know how to do those drums. It’s an unknown thing. It’s like the last fucking secret left in music: how you do those drums. I’ve tried. I’ve locked myself away and tried. And the thing about garage is: the more you look at it like some tech-boy producer, the less you get it.

It’s not the drums, it’s the impression of the drums. I’ve done bare drums I love – but then they fall apart when some studio boy says “oh your snare’s too loud.” But that’s the pirate sound… just rollage. Not an individual drum sound, it’s something else. It’s just the spirit of it, the roll of it. The drums, they’re slinky. Cold sounding. They could go anywhere. And I know some of that stuff sounds well dated, but I love it.

That’s why I like dubstep now because that’s when you know the music is in good shape because everyone’s in splinter cells. They’re in the ditch – there’s no highway to attract the rubbish producers. The lights of the highway – that’s when it goes shit. But right now it’s all ditch, just darkness, everyone’s just off, off wandering.

There’s no ‘musicianship’ in my sound, that’s the enemy of my tunes. Fuck Rhodes chords, fuck that noodle stuff. There’s been a lot of times when producers I’ve liked have gone all ‘musician’ on me and just produced shit, not underground.

Und derer klasse Aussagen mehr, LESEBEFEHL!

R&S Records are Back!

Unglaublich aber wahr, das wohl einflussreichste Label der frühneunziger Technotage meldet sich zurück:[/url]

R & S is back with a new and even bigger mission. This time, we’ll not only set the standards for the dance scene, but for the online communities as well.

Sure thing you will still be able to enjoy all the classic R & S anthems here, but we won’t stop there. We’re gonna break all chains holding down online music and set music lovers free by uniting them in an open community of artists, fans and creativity. BE PART OF IT!

Na, da bin ich ja mal gespannt wie das aussehen soll, bzw. ob es so eine gute Idee ist, die Legende wieder auferstehen zu lassen.

Schöner Artikel über Musikblogs: Diese Revolution hat keinen Soundtrack. Sie gilt für jede Musikform gleichermaßen

Ein schöner Artikel über Musikblogs in der Taz: Es wird zwar gleich wieder der neue Musikjournalismus ausgerufen, wo es doch lediglich die digitale Version des Fanzines ist, natürlich mit allen Vorteilen die sich dadurch ergeben, aber dennoch lesenswert in vielerlei Hinsicht.
Was mich daran erinnert, das ich die iPodfuttersektion hier sträflich vernachlässige.

Es wird Zeit das die Künstler etwas gegen ihre Verwerter unternehmen

Das Hauptanliegen eines jeden Künstlers sollte sein von der Welt wahrgenommen zu werden und nicht von der Welt abgeschottet zu werden. Genau das scheint aber das Anliegen der IFPI zu sein, die sich nun anmaßen will darüber zu entscheiden wer wie oft im Radio gespielt wird – reguläres Radio, Internetradio würde man nämlich samt Privatkopie am besten verbieten]:

Die Musikindustrie fordert, das so genannte Sendeprivileg auf den “traditionellen Hörfunk” einzugrenzen. Das Sendeprivileg erlaubt Radio-DJs, nach Lust und Laune jede beliebige Platte zu spielen, ohne dafür vorher die Genehmigung der Plattenfirma oder des Musikers einzuholen. Anstelle einzelner Verträge tritt dabei eine Vergütung über die Verwertungsgesellschaften.

Liebe Urheber, wer solche Verwerter hat braucht keine Feinde mehr!
Mehr zur totalitären Gesinnung der IFPI gab’s auch im DMC Blog.
Es wird wahrlich Zeit, dass sich die Urheber gegen ihre Verwerter verwahren, die zudem auch noch lediglich das Sprachrohr der 4 verbliebenen Majors sind.
Lieber Staat, man fühlt sich als Artist recht verlassen, wenn man so hilflos einem Lobbyismus ausgeliefert ist, der aber auch so gar nichts mit dem eigentlichen künstlerischen Schaffen zu tun hat und der auf allen Ebenen kontraproduktiv wirkt, er bringt nicht dem Künstler zum Publikum, noch das Publikum zum Künstler, bereichert lediglich die, die ihn _verwerten_ (!) und für das gesellschaftliche Klima bringt es auch nichts wenn ambitionierte Projekte, zu denen ich viele Internetradios zähle, zusätzlich zu den gestiegenen GEMApreisen torpediert werden.

Juno Digital ist da!

Na endlich! Und zwar nicht als seperate Site, sondern konsequent in die bisherige Site Juno.co.uk integriert:
junodigital.jpg
Digital wird also neben Vinyl und CD lediglich als weiteres Format behandelt, nice!
Leider aber bisher kaum was digitales gefunden und bei Neuheiten sieht’s ganz schlecht aus. Ich hoffe da passiert noch was.

Machte meinen Tag: mal wieder der Bock als Gärtner

Hihi, erst kam dies:

Bei einer groß angelegten Ermittlungsaktion gegen die Raubkopiererszene ist offenbar auch die von der Film- und Softwareindustrie beauftragte Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) ins Visier der Strafverfolger geraten.

und dann kam, das:

die Staatsanwaltschaft Ellwangen verdächtigt die private Fahndungsorganisation der Film- und Softwareindustrie, die Verbreitung so genannter Warez aktiv unterstützt zu haben…Danach soll die GVU mindestens einen Administrator eines zentralen Austausch-Servers der Warez-Szene regelmäßig bezahlt haben. Auf diese Weise sei sie an Log-Dateien und damit an Zugriffs-IP-Adressen dieser so genannten “Box” gekommen. Zudem soll sie Hardware zur Ausrüstung der Plattform beigesteuert haben….Die Staatsanwälte werden auch zu klären haben, ob die GVU-Geschäftsführung und die Mitglieder, hauptsächlich große Unternehmen aus der Film- und Software-Industrie, von den mutmaßlichen Vorgängen Kenntnis hatten….Die Rechercheergebnisse von c’t und onlinekosten.de deuten darauf hin, dass zumindest ein Mitglied der GVU-Geschäftsführung, die ihr Unternehmen auch schon mal als “kleines BKA für Urheberrechtsverletzungen” bezeichnete, darüber informiert war.

“kleines BKA für Urheberrechtsverletzungen”,nun, BKA ist halt noch lange nicht CIA
;)
Sieht in der Tat nach dem nächsten Kapitel Bock vs. Gärtner aus.

Mark Spoon R.I.P.

Tja, weg isser. Von seiner Mixkunst und seinem Musikgeschmack habe ich persönlich wenig gehalten, ihm das auch so gesagt und dafür NICHT die Fresse vermöbelt bekommen. Wir respektierten uns gegenseitig, obwohl wir total unterschiedlich tickten, Techno eben. Überhaupt habe ich die Möglichkeit gehabt beide Seiten vom Löffel kennenzulernen, einerseits die Heulsuse Markus Löffel, der in der Tat Tränen vergoss, weil er ne schlechte Pille erwischt hatte und dann im Frankfurter Bus von der Kölner Mayday übel drauf kam und meinte keiner liebt ihn. Andererseits der Kotzbrocken, der Jahre später neben mir im Shuttle vom Flughafen zum Gig saß und mir was vom Pferd erzählen wollte, vonwegen er käme gerade von den Bahamas, wo er mit Richard Branson richtig einen druff gemacht hätte, dummerweise lugte das Ticket mit Abflug FFM noch aus der schlechtsitzenden Hose.
2004 waren wir dann beide in die Türkei gebucht zu diesem Ravefiasko, wo wir uns fast eine Woche lang am Strand rumrekelten und über alles mögliche quatschten. Schon damals ging es ihm gesundheitlich nicht dem Alter entsprechend, ständige Arztkutschierereien dämpften seinen Übermut, was ihn dann aber doch nicht davon abhielt in einer Nacht mal mit dem mitgereisten Zuhälterpack aufzuräumen, weil die vor seiner Butze lärmten, was dann eine zerborstene Holztür zur Folge hatte und einige lädierte Luden, die daraufhin sehr kleinlaut daherkamen. Seine Antwort zu denen: “Die Nacht ist zum Schlafen da und wenn ihr Loddeln nicht sofort den Rand haltet setzt’s was, ich bin zur Erholung hier, also benehmt Euch gefälligst” großer Spaß!
Zu diesem Zeitpunkt erschien es mir auch, als hätte da eine gewisse Läuterung eingesetzt, kein Koks, er erzählte mir von seiner Berliner Freundin mit Kind und das er mit dem Fahrrad durch Berlin cruist, was mich bei der Vorstellung von dem fetten Arsch auf einem Fahrradsattel heftigst auflachen liess, er gab dann auch zu, das Stürze, z.B. verursacht von Straßenbahnschienen, vornehmlich vor gut frequentierten Straßencafes zum Alltag gehörten. Im Großen und Ganzen waren das sehr relaxte Tage und wir telefonierten dann auch paarmal nach diesem Raveabenteuer, aber das schlief auch wieder ein. Er erzählte mir dann noch, das er eigentlich gar keinen Bock mehr auf das ganze Bizz habe und eigentlich gerne wieder als Koch arbeiten würde, was dann wohl auch mal in der Bar 25 hier passierte. Dann verlief sich das wieder und ich weiß nun gar nicht, was dannach passiert ist.
Gestern dann die Todesmeldung. Ich stimme nun nicht in das allgemeine Trauergeseier ein, das wäre nun wirklich nicht im Sinne dieses Lebemanns. Ich weiß nicht was er gesagt hätte, aber es wäre sicherlich sowas in der Art gewesen von: Wenn ihr mir Gedenken wollt, dann legt mir ne Onkelsplatte auf, ballert euch die Birne zu und fickt euch um den Verstand, alles andere ist Heuchelei. Besonders von denen die ihn nie leiden konnten, hinter seinem Rücken tuschelten und nun die große Vergebungsshow zelebrieren. Er war halt auch ein großer Verfechter des say what you mean and say it mean.