Tekknozid Woche pt1: 2 Frenchmen – Black Planet

TekknozidWoche
Sorry für soviel Retro, aber wie die meisten sicherlich schon mitbekommen haben gibt es diese Woche wieder eine Tekknozid, diesmal in der Griessmühle. DEn Main Floor bestreiten diesmal:Slipmatt (from London/uk), Roland BPM, WolleXDP und icke. DEn Chillout Floor Corin aka ED2000 und den Afterhour Floor versüßen ab morgens Jauche und Roland.
Im Zuge dessen hab ich mir überlegt bis zum Tag X, also Samstag, jeden Tag einen typischen Tekknozid Track zu posten. Los geht’s mit einem viel zu vergessenen Schmankerl.
Wer errät welcher durchaus bekannte Hit aus den 70ern da reingesampelt wurde?

Ozone Records are back!

Ozone Rec
Das ja mal ne Überraschung, Ozone, ein kleines feines, viel zu vergessenes Bleeplabel aus den Frühen 90ern, ist gerade dabei sich wieder aufzustellen. Die hatten damals für mich einige persönliche Hits wie z.B. zwei Versionen dieses für 2016 neu gemixten Tracks:

Aber auch der Rest der Compilation liest und hört sich nicht schlecht, durchaus sich selbst treu geblieben:

Und eine neue Bonesbreaks gibt’s anscheinend noch obendrauf, yay!

Klingt für mich heute noch so futuristisch wie damals und futuristischer als vieles heute.

136 UK Rave Tapes

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Das sind die Tapes, bevor sie auf CDs wechselten, die seinerzeit in diesen voluminösen Hüllen verkauft wurden, die an Serien auf VHS erinnerten und manchmal auch den Weg hierher fanden. Ich hatte mir davon mal einige allein wegen des der exorbitanten Verpackung mitgenommen, weil ich das von hier nicht kannte und famos fand, diese vergänglichen Momente so aufgebretzelt präsentiert zu bekommen.
Bei Archive.org lagern nun 136 ca. einstündige Tapes davon was theoretisch einen durchgängigen 5 Tage Rave ergibt. Sollte also gut durch die Arbeitswoche bringen, bis wieder Wochenende ist. Die Mitschnitte reichen von 93-97 von LTJ Bukem über Slipmatt und Grooverider bis zu Carl Cox ist wirklich alles dabei was den Sound dort geprägt hat
Wer dann noch nicht genug hat kann die nächsten Arbeitswochen hiermit vertreiben

(via Nerdcore)

Leseempfehlung: Neil Landstrumm Interview und Benga’s Drogenabsturz

Die beiden Texte nacheinander kamen mir gerade unter und ergänzen sich eigentlich ganz gut, nicht indem sie sich aufeinander beziehen, sondern eher zwei komplett unterschiedliche Aspekte beleuchten, die doch irgendwie miteinander verwoben sind, sei es Neil’s Dubstepverbundenheit und Benga oder Benga’s E-Absturz und Neil’s Plaudern über die Vorschüsse in den 90ern. Anyway, schönes Lesematerial das sich gut hintereinander wegliest und insbesondere im Fall Landstrumm kann ich da in vielem mitgehen.

landstrumm Attack
Neil Landstrumm: Doing All Things Wrong

vs.
Benga
Benga: Nobody wants to come clean, let alone an artist

Der verlorene, spröde Funk von Ubik, Hi Ryze und Autonation, aka David Campbell


So zwischen 1990 und 1993 gab es mal einen Seitenstrang von Techno, den ich gerne den Bleeps zugehörig zurechnen möchte und der quasi von einem Mann alleine geschaffen und beackert wurde. Die Tracks waren nicht unbedingt Dancefloorfiller und das Genre so klein das es nichtmal einen Namen hatte und trotzdem war ich ein Riesenfan dieses verspielten Maschinenfunks. Was heißt war? Diesen Winter habe ich das für mich wiederentdeckt, was der Mann mit dem Allerweltsnamen David Campbell da unter verschiedenen Pseudonymen angestellt hat.
Am bekanntesten wird vielleicht Hi Ryze‘s Cyberia sein, das damals gerne im Zusammenhang von A Place Called Bliss gespielt wurde

Aber unter Ubik ging’s dann so richtig ab, vertrackt, irgendwo zwischen Detroit, Bleeps undf Rave verortet

Autonation schaffte in früher Inkarnation sogar mal den Sprung auf R&S, siedelte aber erst mit der Cyborg Society EP zwischen Hi Ryze und Ubik an

Ich finde diesen Funk gerade wieder sehr wegweisend. Wieder eins von diesen losen Enden das gerne wieder aufgenommen und aktualisiert werden könnte

Gerahmte Mitsubishis


Ein Denkmal für die weißen und rosanen Instant Gude Laune Drops der 90er wäre eh mal fällig, der geneigte Altraver kann sich diese Devotionale nun zumindest anstatt irgendwelcher Medallien, Urkunden oder sonstigen Trophäen in die Vitrine stellen. Mehr “Ich war dabei” geht ja kaum.
Leider gerade Out of Stock

Ergänzende Interviews zur Doku ” Berlin 90 – Der Sound der Wende”

Letztens lief doch diese neuerliche Doku mit vielen bekannten Protagonisten (ich berichtete). Nun gibt es noch ein paar ergänzende Interviews dazu, die allesamt recht unterhaltsam sind und in denen z.B Wolle seinen Tanzflächenkommunismus erklärt, Danielle de Picciotto den Erfolg von Techno in Berlin mit beiderseitiger Schnörkellosigkeit begründet und auch das Stimmungsbild das Ulrich Gutmair vom damaligen Berlin zeichnet finde ich recht gelungen