Ozone Records are back!

Ozone Rec
Das ja mal ne Überraschung, Ozone, ein kleines feines, viel zu vergessenes Bleeplabel aus den Frühen 90ern, ist gerade dabei sich wieder aufzustellen. Die hatten damals für mich einige persönliche Hits wie z.B. zwei Versionen dieses für 2016 neu gemixten Tracks:

Aber auch der Rest der Compilation liest und hört sich nicht schlecht, durchaus sich selbst treu geblieben:

Und eine neue Bonesbreaks gibt’s anscheinend noch obendrauf, yay!

Klingt für mich heute noch so futuristisch wie damals und futuristischer als vieles heute.

136 UK Rave Tapes

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Das sind die Tapes, bevor sie auf CDs wechselten, die seinerzeit in diesen voluminösen Hüllen verkauft wurden, die an Serien auf VHS erinnerten und manchmal auch den Weg hierher fanden. Ich hatte mir davon mal einige allein wegen des der exorbitanten Verpackung mitgenommen, weil ich das von hier nicht kannte und famos fand, diese vergänglichen Momente so aufgebretzelt präsentiert zu bekommen.
Bei Archive.org lagern nun 136 ca. einstündige Tapes davon was theoretisch einen durchgängigen 5 Tage Rave ergibt. Sollte also gut durch die Arbeitswoche bringen, bis wieder Wochenende ist. Die Mitschnitte reichen von 93-97 von LTJ Bukem über Slipmatt und Grooverider bis zu Carl Cox ist wirklich alles dabei was den Sound dort geprägt hat
Wer dann noch nicht genug hat kann die nächsten Arbeitswochen hiermit vertreiben

(via Nerdcore)

Leseempfehlung: Neil Landstrumm Interview und Benga’s Drogenabsturz

Die beiden Texte nacheinander kamen mir gerade unter und ergänzen sich eigentlich ganz gut, nicht indem sie sich aufeinander beziehen, sondern eher zwei komplett unterschiedliche Aspekte beleuchten, die doch irgendwie miteinander verwoben sind, sei es Neil’s Dubstepverbundenheit und Benga oder Benga’s E-Absturz und Neil’s Plaudern über die Vorschüsse in den 90ern. Anyway, schönes Lesematerial das sich gut hintereinander wegliest und insbesondere im Fall Landstrumm kann ich da in vielem mitgehen.

landstrumm Attack
Neil Landstrumm: Doing All Things Wrong

vs.
Benga
Benga: Nobody wants to come clean, let alone an artist

Der verlorene, spröde Funk von Ubik, Hi Ryze und Autonation, aka David Campbell


So zwischen 1990 und 1993 gab es mal einen Seitenstrang von Techno, den ich gerne den Bleeps zugehörig zurechnen möchte und der quasi von einem Mann alleine geschaffen und beackert wurde. Die Tracks waren nicht unbedingt Dancefloorfiller und das Genre so klein das es nichtmal einen Namen hatte und trotzdem war ich ein Riesenfan dieses verspielten Maschinenfunks. Was heißt war? Diesen Winter habe ich das für mich wiederentdeckt, was der Mann mit dem Allerweltsnamen David Campbell da unter verschiedenen Pseudonymen angestellt hat.
Am bekanntesten wird vielleicht Hi Ryze‘s Cyberia sein, das damals gerne im Zusammenhang von A Place Called Bliss gespielt wurde

Aber unter Ubik ging’s dann so richtig ab, vertrackt, irgendwo zwischen Detroit, Bleeps undf Rave verortet

Autonation schaffte in früher Inkarnation sogar mal den Sprung auf R&S, siedelte aber erst mit der Cyborg Society EP zwischen Hi Ryze und Ubik an

Ich finde diesen Funk gerade wieder sehr wegweisend. Wieder eins von diesen losen Enden das gerne wieder aufgenommen und aktualisiert werden könnte

Gerahmte Mitsubishis


Ein Denkmal für die weißen und rosanen Instant Gude Laune Drops der 90er wäre eh mal fällig, der geneigte Altraver kann sich diese Devotionale nun zumindest anstatt irgendwelcher Medallien, Urkunden oder sonstigen Trophäen in die Vitrine stellen. Mehr “Ich war dabei” geht ja kaum.
Leider gerade Out of Stock

Ergänzende Interviews zur Doku ” Berlin 90 – Der Sound der Wende”

Letztens lief doch diese neuerliche Doku mit vielen bekannten Protagonisten (ich berichtete). Nun gibt es noch ein paar ergänzende Interviews dazu, die allesamt recht unterhaltsam sind und in denen z.B Wolle seinen Tanzflächenkommunismus erklärt, Danielle de Picciotto den Erfolg von Techno in Berlin mit beiderseitiger Schnörkellosigkeit begründet und auch das Stimmungsbild das Ulrich Gutmair vom damaligen Berlin zeichnet finde ich recht gelungen

Ziggy’s Dead

Heute ist David Bowie im Alter von 69 Jahren an Krebs gestorben und auch wenn ich ansonsten eher nicht so der R.I.P. Verkünder bin, für David Bowie mache ich da mal eine Ausnahme. Denn David Bowie war für mich eigentlich immer da, sogar als ich seinerzeit eigentlich nur Punk hörte, liefen immer noch die Alben Station to Station, Heroes und Low, die eigentlich schon dahin zeigten, wo es danach für mich musikalisch hingehen sollte. Auf meinen winterlichen Transitreisen nach Berlin hörte ich immer Warzawa, weil das der beste Soundtrack zu vereisten Reichsbahnabteilen und dem was draußen vorbei zog war. In seiner Tin Man Phase hatte ich neben Techno ebenso eine Metalphase. Aber am wichtigsten war für mich damals, beim Aufwachsen als Alien in der Provinz, das so ein Freak mit diesem Aussehen über all den Proleten stand, die einen dafür auslachten solch ein Freak zu sein und wenn ich für mein Aussehen und Anderssein mal wieder auf die Fresse bekam, dann war das für mich ein unschätzbarer Halt durchzuhalten und nicht klein beizugeben, oder so zu werden wie die tumben Orks mit ihren Mopeds und ihrem biergeschwängerten Musikgeschmack. Schon damals machten die Geschichten die Runde, das Bowie in Berlin lebte und das war dann auch ein Ausschlag hier leben zu wollen, wo eben solche Freaks völlig undrangsaliert und unauffällig existieren konnten.
Danke für alles!

Where are we now?

Had to get the train
From Potsdamer platz
You never knew that
That I could do that
Just walking the dead

Sitting in the Dschungel
On Nurnberger strasse
A man lost in time near KaDeWe
Just walking the dead

Where are we now?
Where are we now?
The moment you know
You know, you know

Twenty thousand people
Cross Bose Brucke
Fingers are crossed
Just in case
Walking the dead

Where are we now?
Where are we now?
The moment you know
You know
You know

As long as there’s sun
As long as there’s sun
As long as there’s rain
As long as there’s rain
As long as there’s fire
As long as there’s fire
As long as there’s me
As long as there’s you

(Pic via Deviant Art)