Thema der Woche 134: Tanith sucht sich selber ein Thema aus, aka DAS Thema

Ok, ihr habt es so gewollt, ich soll mir ein Thema selbst aussuchen und es gibt da wirklich ein Thema, das mir seit geraumer Zeit auf den Nägeln brennt, wenn auch es nicht wirklich selbst ausgesucht ist. Ich muß sagen das sich mein Leben zur Zeit wirklich toll darstellt, ich habe eine Familie die mir große Freude macht, Bookings auf die man sich wirklich freuen kann und der Sommer kommt auch endlich wieder näher. Als mich WPP vor einem halben Jahr, 6 Wochen nach der Geburt meines Sohnes, aus wirtschaftlichen Gründen freistellen mußte empfand ich das erstmal als erzwungene Elternzeit, aber nun ist’s auch genug damit und es ist schade um die Ressourcen die meinerseits brach liegen. Kurzum: ich brauche wieder Arbeit. Klingt komisch, ist aber so. So toll das alles aussieht, Geld ist bei all dem nicht sonderlich üppig, zumal mit Familie.
Ich habe das vor ein paar Jahren ja schonmal an dieser Stelle so ähnlich gemacht und es war von Erfolg gekrönt – zumindest für eine Weile, und von daher hoffe ich das es diesmal wieder klappt.
Wer also etwas weiß oder anzubieten hat, hier mitlesende wissen sicher um meine Kompetenzen, sei es Schreiben, Musik, Computerkram, Recherche, Content, Social Media, Organisatorisches, der möge sich gerne mit mir in Verbindung setzen. Vollzeit oder Teilzeit, von zuhause oder an einer Arbeitsstätte, ist mir egal, I am ready for action!

Kommentare (16) Schreibe einen Kommentar

  1. Freue mich, daß mein Themenvorschlag das erreicht hat, was er sollte: Nämlich mal was anderes als als die sichtlich quotenträchtige Mischung aus Bravo, Nostalgie, Berlin-Nabelschau oder Talkshowdebatten a la “Superwahljahr”. Wobei natürlich gottlob auch immer wieder interessante/innovative/informative Sachen durchkommen, die dem Stammtisch wieder eine gewisse Gegenregulative verpassen, so daß die Sache etwas federnd bleibt.
    Aber hier zeigt sich doch echt, daß es wichtigeres gibt als Fachchinesisch über Italo-Disco (sorry!) von dem keiner sattwerden kann. Dein konkretes Problem als Einzelschicksal lenkt auch zugleich auf ein Thema, das viele, oder besser: die meisten Aktivisten aus der Gründerphase ereilt hat: Die schiere Existenzfrage nämlich, die nach der Entscheidung “we will never stop living this way” kommt. Da haben die Freizeit-Raver meistens das bessere Los gezogen. Du bist sicherlich in der “glücklichen” Lage, daß Deine Chancen auf eine selbstbestimmte und materiell abgesicherte Zukunft noch relativ groß ist (denke ich mir), während sehr viele andere eben nicht mehr in der Startelf stehen, bzw. die Wahl zwischen Tretmühle und Hungertuch haben. Wenig dazwischen. Den Appell an Deine Leser finde ich in der Hinsicht konsequent, denn das ist auch ein Stück Technokultur: Sich die Bälle Elf-Freunde-mäßig gegenseitig zuspielen, durch den Kampf, äh Underground ins Spiel kommen, usw. Natürlich hat sich in dem anfänglichen Spieltrieb eine gewisse Nüchternheit und trockene Proffessionalität eingeschlichen, aber ohne Taktik, Raumaufteilung, Abseitsfalle oder Videoanalyse des Gegners wird es heutzutage halt schwierig. Will sagen: Wäre ne gute Sache, wenn im Cyber-Networking mehr “Nachbarschaftshilfe”, Kontakte, Interessensaustauch uvm vonstatten gehen würde, die mehr praxis- und personenorientiert wären, und auf die von den Lesern auch themenunabhängig hingewiesen würden.
    Dir persönlich aber erstmal viel Glück! Kann doch eh nix passieren. Dschungelcamp bleibt Dir immer noch. Und die zahlen auch ganz gut.

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  2. “quotenträchtige Mischung aus Bravo, Nostalgie, Berlin-Nabelschau oder Talkshowdebatten a la “Superwahljahr””

    hält hier einige woche für woche vorm bildschirm… auch wenn ich zugeben muss das dinge wie italo-disco oder erotische vorweihnachtsgeschichten mir mal zwangspause erteilen würden ;-)

    das wort nachbarschaftshilfe find ich im internet witzig genau wie die ganzen freunde bei myspace, facebook und co…

    ansonsten viel glück an tanith bei der job suche, da bringen dann die internet “freunde” vielleicht doch was :-)

    (zur not kannst du ja auch einfach ein buch schreiben und das anständig vermarkten lassen ;-) ob nun über dein leben, eine wanderung durch die pampa oda über irgendwelche länder die sich abschaffen :-D )

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  3. @succubus: ich finde die “Nachbarschaftshilfe” im Internet klappt eigentlich ganz gut, wie gesagt, ich hatte das ja schonmal so ähnlich gehandhabt und es hat funktioniert. Ich denke das tut’s auch diesmal.

    @maximilian & bobik: das irgendwann ein Buch kommt ist eh schon klar, nur ob sich damit was finanzieren lässt? Die Vorschüsse sind da ebenso geschrumpft wie im Musikbusiness, Erstautoren bekommen meist gar keinen.

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  4. gestalte doch die seite so, daß sie wie ein buch aussieht & sich entsprechend umständlich liest.
    als (dein) zuhörer wären mir hörspiele oder technoopern ja wesentlich lieber, deine weltsicht ist ja dann darin enthalten.

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  5. ne freiland-techno-wander-baustellen-ausstellungs-operette also wenn du gesprochene texte dazu willst.
    aber bald gehen bestimmt auch bücher mit strobo & nebel auf knopfdruck.

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  6. hallo tanith, alte möhre! jaja, 20 jahre sind rum wie nix, du an der anlage & ich auf dem floor. viele nette nächte mit dir und wenn du mich fragst solltest du dich DRINGENDST auf das konzentrieren was du kannst: deejayen und wenn ich mich recht erinnere, hab ich vor langer zeit bei nem kollegen ne breaksplatte von dir vorgespielt gekriegt, bei der mir die komplette schädeldecke weggelflogen ist. was ich meine: auch produzieren ist wohl etwas, was du beherrschst.
    junge, du erzählst und schreibst einfach zuviel! leg dich mal TECHNOmäßig in die kurve und hör bitte endlich auf, den preis für den eloquentesten & belesensten dj-veteranen aller zeiten zum 50. mal zu gewinnen. und dein promophoto mit sy erinnert mich an günther von hagens gemeinsam mit seinem nachtwächter ;)
    ich hast mitte der neunziger mal mit ellen eine dubmission on tour im neusser tribehouse gespielt, das war der coolness-weltrekord: ellen mit speedgelber matte und du noch mit iro, ich würde mal gucken ob ich da nochn paar shots auf lager hab. ansonsten: wie wärs den mal mit ner richtigen artistwebsite anstelle von diesem mitlaberkinderparadies? ob väth, kalkbrenner wer auch immer: ne myspace site haben die alle, und du?

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  7. was auch gut kommt: eine (oder mehrere) residency und zwar am besten nicht in berlin! schau doch mal bei clubtronica.com & click nicht gleich wieder weg. die parties sind wohl offensichtlich immer gut besucht und kohle ür sven wittekind & thorsten kanzler haben die wohl auch. die “Halle”luja ist ein ziemlich geiler keller, der wohl so ca. 800 mann fasst und dann heißt es z.B. jeden 3. freitag im monat thanith & gäste. naja, kannst ja mal drüber nachdenken, ich glaub dir fehlt ne fanbase aus leuten, die nicht wie ich jahrgang 1975 sind….

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  8. du kannst dir gar nicht vorstellen das es nicht das höchste der Gefühle sein kann seinen Lebensunterhalt bis in alle Ewigkeit als DJ zu verdienen, wa? Ich hab wirklich nichts gegen ein paar coole Gigs, aber bevor ich Tingeltangel mache lebe ich doch lieber noch ein paar andere Qualitäten aus. Das Leben ist viel zu kurz um nur eins zu machen

    BTW: Myspace Seite hab ich schon seeehr lange, aber wer nutzt den heute noch Myspace?

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  9. Seinen Lebensunterhalt als DJ zu verdienen ist umso schwieriger, wenn man ein Kind hat. Ein Kind ist nunmal tagsüber wach und wenn man mit seinem Nachwuchs Zeit verbringen möchte, macht sich ein Nacht- und Herumreisejob eben schlecht.
    Ich persönlich mag am liebsten deine Art, über Musik im weitesten Sinne zu schreiben, Musikstile zu erklären und deren Wurzeln und Übergänge in andere Styles. Für mich als interessierten Laien ist das immer interessant und aber auch trotz oft mangelnden Wissens verständlich (siehe dein Adventskalender). Wahrscheinlich wirste damit auch nicht reich, aber eine Stärke von Dir ist das sicher und sollte und könnte beruflich genutzt sein. Das wäre natürlich nur ein kleines Standbein, wo auch immer. Viel Glück.

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  10. hab grad Kopfkino: Tanith als Peter Lustig erklärt die 90er, Techno, Sub- und Popkultur. Und sein Wagenburgnachbar ist so’n verschallerter, überalterter Dorf-Dissen-Raver mit Manta und Scooter-CDs ;-)

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