Hans Nieswandt’s Abriss über 20 Jahre Techno

in der neuesten Ausgabe der Intro hat der nette Whirlpooler eine schöne Geschichte von Techno zusammen geschrieben, die auch noch mit mir und unserem gemeinsamen Aufenthalt in Seoul letztes Jahr anfängt. Nicht nur deshalb lesenswert, sondern auch weil er erklärt “was Techno zur manchmal besten Musik der Welt macht”

Kommentare (13) Schreibe einen Kommentar

  1. hahaha….(zitat hans:) “tanith mit …. mit extrem positiv drückendem, taufrischem Jump-up-Bassline-Loop-Techno. Als wäre diese Musik gerade eben erst erfunden worde, …”

    erinnerst du dich, an meinen kommentar im tresor?
    ok, ich habe ein bissl was weggelassen, aber das wörtchen “loop-techno” stach mir doch zu sehr ins auge. deshalb muss ich auch eins zukneifen. etwa so ;)

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  2. ja…wir jubeln uns selbst wieder zu…: Ok. Hans mochte ich als DJ eh nie, hat mich immer mit seiner definition of house weggeekelt…. dumm nur, das es Bastionen gibt, wo man sich nirgends gut bei einem Event woanders hinverkrümeln kann. Seine Geschichten hindes waren immer top, Hier hat er zwar nicht die Schreibe, die man erdenken würde, aber es reizt zum lesen. Den Personenkult überliest man einfach als eingeweihter und man hat den Rest, was wie immer nicht viel oder etwas Besonderes in dem Genres ist. Genauso hätten Afrika Bambaata u.v.m. die Platten hinter sich schmeißen können. Zulauf entsteht nur dann dort, wenn das irgendwie gewünscht ist und sich auch ein paar Leute für die Hintergründe dabei interessieren, was aber normal nicht der Fall ist, es sei denn es sind Dicke Titten oder andere Geschlechtsmerkmale jenseits vom Puff und dessen Preisen verfügbar. Das der Partyspass generell leidet, wenn ohnehin 50 % des Publikums damit beschäftigt ist mit dem angesagten APP die passende Kameraklinke für`s Iphone zu finden, verwundert ebensowenig, wie die Vulgarität des angepriesenen seins. Das ein DJ da mehr Erfolg hat Marke Everybodies Music Bitch, ist auch nicht erstaunlich, sondern lediglich logische Konsequenz. Dann kämen wir jetzt noch zur Technik und landen dann bei der Bravo und stellen fest: Vom Georg seinen Trommeltanz blieben noch Markt und Tanz. Keiner hatte aber Lust auf tanzen, nicht mal im Puff die ollen Transzen (reim dich oder ich fress dir, wa?)…

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  3. Ich find den Artikel ganz nett – typisch Nieswandt halt! Ich habe alle 3 Bücher von Ihm gelesen und ausser seinem Aurutscher ” DJ Dionysos” waren die echt interessant auch wenn mich die Disko Schiene nie wirklich interessiert hat.

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  4. Langsam wird klar, warum Techno und House aktuell tot sind. Was bitte hat Techno mit Kunduz zu tun oder anders gefragt wieviel Synapsen sind dem Nieswandt und andere Protagonisten der 90er inzwischen durchgebrannt. Da kann man nur noch den Kopf schütteln…

    “Seitdem ist Techno einen weiten Weg gegangen. Die letzte Station seiner Reise war Kunduz, wo Paul Kalkbrenner für die deutschen Soldaten spielte. Man kann dazu sagen, was man will. Aber diese jungen Kämpfer sahen alle genauso aus wie Paul Kalkbrenner, sie schienen mir authentische Technofans, die wirklich ersichtlich froh ihre Knicklichter schwenkten, weil endlich mal einer von ihnen zu Besuch gekommen war und ihre Musik spielte. Es war nicht ganz dasselbe wie Jeff Mills’ Visite damals in Berlin, in den Tagen der Revolution, aber in gewisser Weise war es doch auch ein ziemlich bedeutsames Ereignis in der noch lange nicht beendeten Geschichte von Techno”

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  5. Man kann aber alles auch etwas verbissen sehen. Elektronische Musik ist einfach ein Teil der Gesellschaft geworden. Ob es nun toll ist das Paul K. im Kundus spielt, sei dahingestellt. Aber es gibt auch dort bestimmt ein paar Leute die sich für diese Art von Musik interessieren. Why not? Mir wird dabei nicht klar warum Techno und House heute tot sein soll?! Die Zeiten wo diese Musik in dunklen dreckigen Kellern stattgefunden hat, ist schon lange vorbei. Sei froh das Du dabei warst, oder auch nicht. Die Kids von heute kennen das früher nicht und finden die jetzige Zeit bestimmt genauso aufregend wie wir damals. Sowas nennt man Jugend!

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  6. @ tanith, da-fyr und leighjohnson

    man hatte damals wenigstens neben dem Mainstream noch Alternativen und Leute die versucht haben den Spirit der Anfangstage weiterzutragen. Leider ist dies immer mehr versandet, da habt ihr sicherlich Recht.

    Trotzdem muss man nicht jede Entwicklung toll finden. Und Techno in Kunduz ist nach meiner Meinung einfach daneben und peinlich…

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  7. Techno im Kunduz, da kann ich jetzt auch nicht so viel mit anfangen, aber wenn Techno sich nur auf seine Anfangstage besinnen würde wäre er mittlerweile so tot und museal wie Latein

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  8. wenn man auf all die ‘experten’ gehört hätte, ist techno schon tot geboren worden – aber ‘tote leben länger’ :-)

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