Thema der Woche 142: Dj Hell

Der Helli, hat schon ganz schöne Wandlungen durchgemacht, seit ich ihn im Zuge einer Warp Party im Tresor anno 91 kennenlernte. Damals wirkte er noch fast devot, so wie er den Tresor und was wir dort für Techno taten über den Klee lobte. Die beiden Bayern Rok und Hell waren dann auch bald ein Herz und eine Seele, legten quer durch die Republik zusammen auf und arbeiteten beide beim Hardwax hinter’m Tresen. War aber auch nur eine Durchgangsstation für den umtriebigen Helmut. Nächste Station dann Frankfurt, um das Labelbusiness ganz von der Pieke auf zu lernen. Trotzdem blieb er dabei immer der Bayer oder besser Münchner, ich kann mich an eine Reportage über ihn erinnern, wo er sein Berliner Alltag dokumentiert wurde und man hatte die ganze Zeit das Gefühl, das er immer noch nicht so richtig in der Stadt angekommen sei, es wirkte alles fremd bei ihm, ein Phänomen das man in Berlin allerdings bei vielen Bayern beobachten kann.
1997 setzte er dann konsequenterweise mit International Gigolo Records sein erlerntes Wissen in einem eigenen Label um und so bis zur Jahrtausendwende konnte ich das Label auch gut nachvollziehen, von eigener Definition von Techno bis zu wiederveröffentlichten Klassikern, wie Foremost Poets oder Tuxedomoon und Elektrobomben von Ozone Layer aka Dynamix II, und ähnlichen über den Aufbau vielversprechender neuer Talente wie Zombie Nation oder Terence Fixmer, über ins Boot holen von guten Buddies wie Elbee Bad oder DJ Naughty, alles richtig gemacht.
Aber irgendwann so um die Jahrtausendwende glibberte dann was gewaltig ab und wird nachfolgenden Generationen als ein How not to in die Lehrbücher im Kapitel Image überstrapazieren eingetragen werden.

Es war die Zeit als sich der Techno der 90er in jeglichem Bezug überholt hatte, alle suchten nach Auswegen, einige fanden ihn in Schranz, andere in Dubtechno, wieder andere wünschten sich die gute alte Zeit zurück, ich tobte mich in Breaks aus und Helli kam zum Electroclash, was ja auch anfangs wirklich bei ihm Sinn machte, so mit Suicide Commando, Miss Kittin & The Hacker und der Erfolg von Fisherspooner drückte wahrscheinlich dem Label endgültig den Electroclashstempel auf, obwohl weiterhin auch die ursprüngliche Labellinie gefahren wurde fiel das nicht mehr weiter auf. Dazu trug natürlich auch das entsprechende Medienbuhei bei, das Hell um sein Gigoloding willig bediente. Hell auflegend bei Modeschauen und ab da natürlich im Anzug, Pressefotos mit geliehenen Autos, geliehenen Hunden und dazu noch ein Majoralbum mit entsprechendem Medienpush, nur was war da mittlerweile aus dem Hell geworden, der so grundehrliche Technostatements wie Geteert und Gefedert oder den Totmacher abgeliefert hatte? Der Ironie des Gigolodings war spätestens nach dem 9.11.2001 die Luft ausgegangen, aber die Masche rollte noch zu gut, also wurde ein jetzt erst recht daraus. Irgendwo verständlich aber im Nachhinein besehen leider die falsche Abbiege. Techno reformierte sich in den Folgejahren in ganz andere Richtungen, sei es Minimal, sei es Ostgut, sei es Rückbesinnung auf Detroit und Chords, Hell konterte mit Stories über seinen Homie Puff Daddy und Grace Jones und warf trotzig ein Munichmachine hinterher um dann doch mit dem Spruch “was soll ich in München teuer Leute bezahlen, wenn mir das Praktikanten in Berlin kostenlos machen” abzuwandern. Spätestens da war wohl auch für den Gigolo die New Economy zuende. Wie unglamourös es hier dann zuging bekam ich über meine jetzige (auch schon wieder Ex-) Schwägerin mit, die eine Zeit lang das Gigolo Booking machte. Ein verzogener, divenhafter Haufen Artists, denen das Gigolo Deejayen offensichtlich zu Kopf gestiegen war und die Zeichen der Zeit nicht erkannten, diese aber, einige früher, einige später schmerzhaft lernen sollten. Regiert von zwei Bookerinen auf die die Phrase von den auf den Tischen tanzenden Mäusen wenn die Katze aus dem Haus ist hervorragend paßte. Ab 2005 lief der Laden , nicht nur deshalb, wirklich nur noch desaströs und kurz vor der Pleite, entsprechend gereizt war die Stimmung dort. Hell wirkte immer gehetzter, wie einer dem die sicher geglaubten Felle davon schwammen und die Namedroppingnummer wirkte immer gestelzter. Von den großen Gigoloevents war auch kaum noch etwas übrig, das letzte mal in Berlin erlebte ich ihn im Praterclub, ich glaube 2006, ein Club für ca. 300 Leute in dem sonst eher Nischen wie Drum & Bass oder Breaks Platz hatten. Seitdem habe ich bis auf ein paar Werbespots und Modeverlautbarungen kaum noch was von ihm mitbekommen, ein aktueller Blick in seinen Gigkalender bescheinigt mir, das auch seine Kreise kleiner geworden sind, seine aktuellen Charts und Releases sind bestimmt von einer Rückbesinnung auf seine Roots, aber auch ohne visionäre Überraschungen, man könnte Hausmannskost dazu sagen. Wenn ich an den Hell denke, den ich Anfang der 90er kennengelernt habe wünsche ich ihm wirklich, das er nicht nur musikalisch dahin zurückfindet. Was ihm einige der Artists wünschen, die mal auf seinem Label waren oder sonst mit ihm zu tun hatten, geht allerdings in ganz andere Richtungen, letztens gab es gar eine gefakte Facebookseite unter seinem Namen, auf der einer seiner geschassten Mitarbeiter eimerweise Hass auskübelte.

Kommentare (78) Schreibe einen Kommentar

  1. Komisch dass bei Motte niemand gesagt hat was für ein cooler Dj er wäre sondern alle nur auf seine Tätigkeiten fixiert waren , und es hier kritisiert wird wenn man von erfahrungen spricht, dann wird derjenige von Leuten verteidigt die in mal aus der ferne bei einer Party gesehen haben..”g”

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  2. “Weil Techno und House sowas von einfach zu machen ist”:

    Jetzt hast du dich komplett selbst degradiert HolyBoy, da hätte ich dich auch absaufen lassen.

    Ideen im Kopf technisch umzusetzen bedarf einiges Kenntniss, immer hilfreich den “missing link” dabei zu haben.

    Sven Väth sagte über den Hildenbeutel – oder so ähnlich – mal, es wäre sein geistiger Lautsprecher. Das triffts glaube ich ganz gut. Wäre nämlich schade wenn Tracks wie Accident in Paradise oder La Ésperanza daran gescheitert wären dass der Kreative keine Synths, Sampler, Sequenzer etc. programmieren kann. Ideen im Kopf des einen, technisches und physikalischen Verständniss des anderen ergeben nen guten Mix. Im wörtlichen wie übertragenen.

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  3. Der Hell ist auf jeden Fall dein wunder Punkt:D
    ganz ehrlich,dein ausstehendes Gehalt oder welches Groupie er abgemacht hatte interssieren mich n Scheiss! Zudem geht es niemanden etwas an,außer ja merkst du es?Euch!…

    Hoffe Tanith schreibt als nächstes über Justin Biber oder ähnlich wichtige Dinge…

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  4. Edit:

    hatte vergessen, das Midi-Timing, Sync, WordClock usw. für die heutigen Produzenten keine Bedeutung mehr hat, was aber nicht immer so war.

    Fragt Tanith, der kennt sich da aus. Wäre mal ein gutes Thema, Wieviele Meter Kabel im Studio, damn Midi-Timing oder es lebe der Atari ST.

    ach egal

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  5. @Holyboy,
    du warst also Hells persönlicher kleiner Lustsklave und hast dich heftig von ihm durchvögeln lassen und warst dann sauer, als er dich abgeschoben hat, ab weil deine Rosette durchgeleiert war? Was speilst du dich eigentlich hier so auf, du kleiner Troll, der sabernd und speichelleckend durch die Gegend schwalenzt und immer auf der Suche nach neuen bist an du dich drannsaugen kannst wie ein Parasit der zuviel LSD gefressen hat. Deine Inkompetenz in Sachen Musikproduktion sind genauso berauschend wie deine Andeutungen, aber du hast halt schiss auszupacken also gib Details rüber oder halt einfach das Maul, weil der einzige der warscheinlich Hell niemals gesehen oder gehört hast du bist.

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  6. @holyboy

    Bei Motte hat das deswegen keiner gesagt, weil er nunmal kein cooler DJ ist :-)
    Ich kenne wie gesagt nur den DJ “Hell”, nicht aber den Menschen “Helmut Geier”. Wie soll ich mir über den eine Meinung bilden können, vorausgesetzt das ich das überhaupt will. Du scheinst jedenfalls mit dem Menschen Helmut Geier ein Problem zu haben und es ist ja auch dein gutes Recht, deine Meinung und deine Erfahrungen mit ihm kundzutun. Mir scheint jedoch, du willst uns alle hier vom schlechten Menschen Hell überzeugen. Nichts für ungut, aber wegen mir kannst du dir die Mühe sparen. Ich werde dir auch nach weiteren 10 Posts nicht zustimmen können.
    Beste Grüße

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  7. man darf dazu noch sagen das ralf hildenbeutel und sven väth noch heute gute freunde sind… auch wenn der sven ein arsch sein soll…genau wie hell,motte,van dyk… hm der cosmic wohl nich..aba sonst auch alle… :-D

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  8. @Holyboy, was soll das? Wer hat den Hell denn verteidigt? Es versuchen hier nur einige Leute das Musikalische und das Menschliche auseinanderzuhalten.

    Du kannst es doch niemandem verübeln, der sich kein Urteil erlaubt, weil er den Beschuldigten nicht kennt.

    Was is´n jetzt? Details?

    @troublesearcher: in allen blogs schwulenhass wieder. es nervt…

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  9. Zitat Holyboy: “Wozu aber ein DJ einen Produzenten braucht leuchtet mir nicht ein ,da Techno/House sowas von einfach zu machen ist. Wenn man sich DJ und Produzent nennt aber nciht mal selber produzieren kann ist es schon Arm”

    Sowas dämliches hab ich schon lange nicht mehr gehört.
    Bist du sicher dass du vom Fach bist?
    Definitv ein Lacher des heutigen Tages :-)

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  10. @graugrünweiss
    nein, kein Schwulenhass, sondern Provokation da Mr. Holyboy nur schwafelt war das der nächste Gedanke der mir eingefallen ist, warum er so einen Hass auf Hell hat ist das meine Erklärung. Andere Erklärungen könnten auch sein, dass Holyboy ein Girl ist und sauer war, dass Hell Sie ablitzen lassen hat, weil er ihre Pusyy ausgeleiert hat, was jetzt Frauenfeindlich ist, oder weil der grosse Booker Holyboy Hell die Kohle nicht rübergeschoben hat oder weil er sich nicht von Holyboy booken lassen hat, weil Holyboy für seine unsauberen Geschäftspraktiken, auf die ich hier nicht näher eingehen will, bekannt ist.

    Es ist eindeutiger Holyboygeschwafelhass

    Es leben die Regenbogenfarben

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  11. Ich mag Gigolo/Hell, weil das sowohl die Art von EBM und Techno-Pop (wieder-)gebracht hat, die ich in den 90ern echt vermisst habe, als auch den Techno, auf den ich seit Anfang der 90er gewartet habe.

    Ohne Gigolo, oder die Breakbeat- & Drum-&-Bass-Typen, würde Techno als kulturelles Sujet vielleicht heute schon längst selbstvergessen in endlosem Trance-Brausegeblubber ersoffen, oder in ambientem Chill-Out-Träumen eingeschlafen, oder in stumpfen Hooligan-HC-Bolz-Posen komplett verkellert sein.

    Und darüber hinaus hat das ja nicht nur die Rückkehr von New-Wave-Styles (oder Album-Formaten) gebracht, sondern z.B. auch ‘Kraftwerk’-Ästhetiken wieder beflügelt, das wohl auch einen Einfluss auf den Minimal-Hype hat.

    Das andere jetzt weitergehen und noch weiter gehen, soll nicht das Problem von Gigolo sein.

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  12. @troublesearcher

    Wie wäre es mit einem guten Psychiater. Das wäre gut für Dich und noch besser für Deine Umwelt….

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  13. ne marienkäffer gruppe gabs tatsache bei mir im kinderhort damals :-D

    die anderen hier sollten nen ordentlichen joint rauchen ^^ geht ja ab hier^^

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  14. schnöfte hier … welchen DJ wählen wir das nächste mal zum Thema der Woche?

    zum Thema: Da ich den Hell persönlich nicht näher kenne und ein kurzes Journalisten-BlaBla-Gespräch reicht mir nicht aus, um die Person zu beurteilen, sag ich mal was zum DJ, Producer und Fußballer Hell. Als DJ hat er mir immer ausnehmend gut gefallen. Schöne Bandbreite zwischen verschieden Stilen, angefangen bei Vocal House hinüber zu technoidem Kram, Disco, EBM, Electro. Immer sehr tanzbar, immer sehr energiegeladen. Bei den Produktionen gefallen mir bis heute die Sachen, die er mit Richard Bartz geschraubt hat, immer noch am Besten. Liegt wohl daran, dass ich eh eine Schwäche für den ehemaligen Acid Scout habe.
    Den Fußballer Hell fand ich weniger erbauend, vor allem deshalb, weil er beim 303 Cup in Essen entgegen den Auflagen der Veranstalter sich da ein paar Landesliga-Spieler ins Team geholt hat, gegen die wir Feierheimer dann doch ziemlich alt aussahen. war an dem Tag Scheiße, gibt aber Schlimmeres.

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  15. hell im u-club wuppertal war sehr schoen und man konnte tanzen. …und ja geteert! gigolo war nie so meins. sorry. wuerde mich auch mal wieder ueber andere themen freuen. danke.

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  16. hab mal einen seiner Gigolo- Acts bei der Mayday “gehört”-ist mittlerweile auch schon Jahre her, war ewig nicht mehr dort. Eine Tussi, die ins Mikro röhrte wie ein Hirsch in der Brunftzeit gepaart mit einer balzenden Bachstelze und eine “Band” dabei, von der man dachte, die Leute hätten ihre Instrumente an diesem Tag zum ersten Mal in der Hand gehabt. Das war so grausam- da konnte man nicht drin bleiben, ich musste raus, damit ich kein Ohrenbluten bekam! Am Ende bleibt die Frage: “WTF will uns der Künstler damit sagen!?”….Die Einstürzenden Neubauten waren in ihren Glanzzeiten klarer ;-)

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  17. Da hier ja, glaub ich schon alles gesagt wurde, ich aber trotzdem meinen Senf hier hier ablassen will, hier noch ein cooler Link. Hell zu Gast bei Housefrau:

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  18. hell ist an einem phänomen gescheitert, an dem fast alle promis scheitern: er hat geglaubt, dass er tatsächlich derjenige ist bzw sein muss, über den die leute in den medien reden.
    am anfang ist es spass. man fakt ein wenig seine biografie. erfindet dies und jenes. lässt dies und jenes weg. am anfang kann man das noch ganz gut managen. man weiss ja, wer man ist und dass diese künstliche lichtgestalt nur eine hype ist. doch auf die dauer macht das shizo. die meisten entscheiden sich dann dafür, dass sie nur noch die lichtgestalt sein wollen. sie glauben es selbst und verlieren dabei die bodenhaftung. selbst die eigenen freunde sollen akzeptieren, dass es den (in diesem fall den helmut) nicht mehr gibt. die lichtgestalt eleminiert alle freunde, die das nicht mitspielen…

    ich habe das x-mal miterlebt. es ist eher tragisch. tragisch für den betroffenen, aber auch für die alten freunde…

    am ende steht der betroffene dann völlig allein. der lebenstil ist eine lüge und der schein ist nicht mehr zu halten. dann wirds peinlich und die vielen freunde der lichtgestalt entfernen sich und fangen an zu lachen. tragisch… da kann man demjenigen nur wünschen, dass ihm wenigstens ein paar der alten (verstossenen) freunde verzeihen.

    wer glaubt, dass so ein fall heilende wirkung haben könnte irrt. es ist eine frage des charakters.

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  19. muss man noch bissl was dazu ergänzen ^^

    also wenn das Thema DJ Hell ist…könnte man NUR über Musik dikutieren…also MIR gehts um die Musik, und um die DJ-Kunst….vielleicht….alles andere is THema verfehlt ^^
    weiss ja nicht was was ihr für Probleme habt oder so, sorry, aber da sind wir auch schon beim Punkt:
    Neid ;)

    Er ist halt mit ABSTAND der beste deutsche DJ…
    und nach ihm kommt lange nix..
    da kommen wohl einige nicht drauf klar….

    ich sage nur AUSWAHL DER PLATTEN…

    jo dass sich Leute die nicht mit Platten auflegen noch DJ nennen is eh ein WITZ, nur mal so nebenbei ^^

    cheers =)

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  20. Die ganzen Diskussion wegen Produzenten etc. – fast alle “alten” Dj´s wie Hell, Väth, Kruse etc. arbeiten meistens mit Produzenten zusammen… geht in der Regel darauf zurück das es Ende der 80er / Anfang der 90er Jahre nicht so einfach wie Heute war selbst Musik zu produzieren. Die “alten” Acts waren in der Regel Dj´s und keine Produzenten – ist denke ich damals/heute ein gängiges Model.

    Heute kannst nen Track auf nem Laptop produzieren und dadurch zu Fame kommen… kriegt wahrscheinlich ein Informatik Student hin :-) halte das eher für eine bedenkliche Entwicklung. Da die Acts durch ihre Produktionen einen Hype bekommen und oft dann Live nichts taugen. Oder nur den “Sync” Button verwenden…

    da sind mir die Old School Acts, wie oben genannt, viel lieber und die miesten legen noch mit Vinyl auf.

    Das sich Plattenlabels in den letzten 10 Jahren sehr schwer auf dem Markt behauptet haben war/ist die Regel. Da sind ja auch etliche vom Markt verschwunden und da es da Zahlungsschwierigkeiten gab ist nichts aussergewöhnliches.

    Ich bin seit Mitter der 90er Jahre Dj Hell Fan – er hat und hatte immer seinen eigenen Style. Hell ist auch heutzutage einer der wenigen Djs die mich jedes Mal aufs Neue begeistern… seine Sets sind jedes Mal ein eigenes Ding und oft überrschen sie mich, da kommt dann nur “typisch, hell”

    Gigolo fand ich mit den ElektroClash Sachen eine zeitlang ziemlich spannend, die letzten Jahre leider etwas in der Versenkung verschwunden. Wobei ich das letzte Hell Album “Teufelswerk” super fand – für mich persönlich eines der besten elektronischnen Alben der letzten Jahre.

    Die beiden Mix Compilations “Body Language” und “Coming Home” sind sicherlich geschmackssache, aber belegen Hells großes Musikverständniss das man auch bei seinen Sets hört. Aber auch diese waren “typisch Hell”, einfach anders und gewagt…

    Ich hab irgendwo auch mal ein Interview mit ihm gelesen wo es um die Zusammenarbeiten mit Brian Ferry, P. Diddy etc. ging, da sagte er selbst das er mit den Leuten nie persönlich im Studio gesessen ist.

    Und an sich finde ich hier Ex-Mitarbeiter bedenklich die von offenen Gehältern/Zahlungen sprechen. Wir lesen hier ja nur einen User und sollen uns auf Grund desen eine Meinung bilden?

    So, das war meine Meinung zu dem Thema.

    An sich ist es ja bei Künstlern/Dj´s/Bands immer das gleiche Prinzip:
    Finde ich die Musik/Produktionen/Sets gut, interessiert mich der “andere” Kram nicht wirklich. Geh ich auf ne Hell Party und Feier die Party meines Lebens, werde ich nach dem Gig bestimmt nicht bei ihm nachfragen ob er seine MItarbeiter oder das Finanzamt auch bezahlt hat.

    Wenn ich mir ne Levis Jeans kaufe, wird diese wahrscheinlich von 12-jährigen in Arbeitslagern produziert, ist zwar bedenlich, aber leider oft der Fall.

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  21. Hab das erst jetzt entdeckt….ich bin mir ziemlich sicher das holyboy savas pascalidis ist :) huhu savas

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  22. Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. Einfach unglaublich was du hier für einen Müll von dir gibst!

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  23. Hallo zusammen,
    die Konversation ist ja nun schon ein paar Jahre verebbt, aber mich würde mal interesieren, ob es Holyboy noch gibt bzw. ob er reanimierbar ist…?!
    Würde mich über Meldung freuen!

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  24. Das war eben die Berliner Variante. Im Allgemeinen sagt man:  Techno kommt aus Detroit und hat sich aus der Housemusik entwickelt. Ich denke: Na ja, das ist eine Facette dieser Musik. Viele von uns kamen damals in Berlin eher vom Industrial. House fanden wir toll, er war aber fur uns nicht das, was Techno ausgemacht hat. Tanzen in Industrieruinen, darum ging es uns. Dazu passte keine Musik, die irgendwie auch schon klang. Wir wollten es krass, eher punkig als housig. Wir wollten Harte und dafur standen die zwei KK.

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  25. Was Du damals über ihn geschrieben hast hat seine Gültigkeit nicht verloren. Er ist ein Schatten seiner selbst. Früher ein sehr bodenständiger und lieber Kerl darüber hinaus. Leider liegt die Betonung auf früher. Dann kam Schampus, Frauen etc.

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