Warum E-Books größer werden als man gemeinhin denken mag

Wir hatten hier ja letztens in den Kommentaren die Diskussion ob E-Books und warum überhaupt und ob sich das denn rechnet. Hier endlich mal ein Bericht von innen, der, neben Prozedere Kleinklein auch mal Zahlen nennt
Why e-books will be much bigger than you can imagine

Als deutsche Ergänzung empfehle ich Spreeblick Johnny’s Experiment mit seinem E-Book I live by the river nachzulesen

Kommentare (13) Schreibe einen Kommentar

  1. @tanith

    1.
    nicht immer USA als Beispiel nehmen.
    2.
    das ist der subjektive Bericht einer Person
    3.
    die Erlöse, die aktuelle den Aufwendungen in Deutschland bei den Unternehmen gegenüberstehen düften wohl nur bei Amazon und Apple einigermaßen stimmen. Der Rest subventioniert da wohl ziemlich quer.
    Ich kenne da auch die wirklichen internen Zahlen da ich beruflich damit zu tun habe…
    4.
    Du solltest hoffen, dass es nicht soweit kommt, dass das Ebook domeniert. Die Konsequenz sind:
    a) Raubkopien (siehe MP3)
    b) Verlagssterben (siehe Labels)
    c) Buchläden sterben (siehe Plattenläden)
    d) Amateurautoren (siehe MP3 usw.)

    Ich weiß nicht, warum Du so an der Digitalisierung hängst, aber manchmal glaube ich sollte man vielleicht mal durch deutsche Innenstädte gehen anstatt vor dem Web zu hocken. Dann würde man
    realisieren, dass das Internet leider neben der ganzen digitalen Vielfalt dazu beigetragen hat, dass die reale Welt zunehmend verarmt. Zurück bleiben dann in den Innenstädten nur noch Ketten (H&M, Thalia) und Dönnerbuden.

    Die Plattenläden sind schon verschwunden und die kleinen Buchläden verschwinden immer mehr. Wenn das die Welt ist die so toll sein soll, dann glaube ich haben wir einen unterschiedliche Ansicht zum Thema Vielfalt.

    Vielleicht ist Berlin da aber auch die goldenen Ausnahme…

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  2. naja sein 99 cent buch da is auch eher kein großes beispiel….der hat ja auch genug leser aufm block…und jeder weiss was 99 cent im digitalen zeitalter sind…ein klick…und nich weiter drüber nachgedacht… sicherlich gibt es an der sache auch wieder positive eigenschaften…nur leider bleibt am ende dann doch nur das aussterben vieler berufe und der qualität…

    wie siehts denn dann mit nem buch aus was 20 euro kostet ?

    ich glaub beim buch wird der digitale vormarsch aber noch etwas dauern… mit nem ipad im bett oda aufm klo wird man mich sicher nicht sehn :-P (aufm klo bezogen von dem digital hype der magazine)

    überall wird alles “besser” das dadurch immer mehr jobs wegfallen und alles billiger und verlodderter wird daran denkt irgendwie keiner…

    aber warum auch..die die davon profitieren ham ja genug geld :-P

    den digitalen zirkus sollte man wirklich etwas kritischer betrachten… tanith in 10 jahren… bett stuhl kleiner mini computer… :-P

    ich hoffe dein kleiner bekommt noch diese klein mini büchleins und kein ipod inne hand gedrückt.. innem mehrfamilienhaus wo ich grad gearbeitet hab wurden die kleinkinder auch mit nem iphone inne hand und irgend n video ruhig gestellt…. brrr..

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  3. nicht nörgeln,neue Wege bestreiten….

    Was man als Symptome heutzutage hat, Werteverfall etc., das liegt viel tiefer begraben. Die Digitalisierung machts nur deutlicher.

    Mann sollte das eher als Chance sehen und abwarten was sich daraus entwickelt. Ich finde das spannend, auch wenns nicht immer in meine Richtung geht.

    Der Digi-Hype landet bald im SellOut, dann werden die Karten neu gemischt. Dauert glaube ich nicht mehr lange.

    Und früher war auch nicht alles “GUT”

    Wenn allerdings alles gleich immer runtergemacht wird was es nicht vor 20ig Jahren schon gab, ja dann wird tatsächlich zappenduster.

    wie Tanith sagt: forward ever, backward never….

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  4. @resistance88: die ersten Raubkopien derer ich ansichtig werden durfte waren Bücher, damals in den 70ern, das ist kein digitales Thema.
    Verlagssterben ist genauso eine Schimäre wie Labelsterben, es gibt mehr denn je nur der Kuchen verteilt sich anders und wenn die großen es nicht schaffen (Majors) kommen halt viele kleine die mindestens ebenso gut weitermachen.
    Buchläden gehören heute eh schon zu 90% großen Ketten, die kleinen spezialisieren sich schon seit den 80ern. Das wird sicher nicht einfacher, aber den Tod der Pferdekutsche hat die Menschheit auch überlebt und ich bezweifele das das analoge Buch in absehbarer Zeit ausstirbt, aber z.B. in Sachen Belletristik und Fachbücher gerät es m.E. zunehmend ins Hintertreffen, bei Bildbänden und Kinderbüchern sieht das aber wieder ganz anders aus. Einige Verlage gehen auch dazu über zum analogen Buch das E-Book dazu zu geben. Mischformen sind auch möglich und welche Wandlungen das E-Book noch durchmacht, das finde ich viel zu spannend um deswegen ein altes Medium künstlich aufrecht zu erhalten.
    Gegen Amateurautoren ist auch nichts einzuwenden, das verhält sich bei Verlagen ebenso wie bei den Labels, Schund gab es schon vor der Digitalisierung genug von Verlagen herausgebracht. Dann gab es noch die Books on Demand, bei denen jetzt lediglich das Medium wechselt und die Herausgabe, zumindest bei Amazon um einiges einfacher wird. Für Nischenprogramme und Special Interest, aber auch für geborene Selbstvermarkter durchaus von Vorteil.

    @maximilian: Ich verstehe bei den wenigsten Büchern warum sie über 20 € kosten sollen, genauso wenig wieso eine CD damals so viel kosten sollte, wenn nebendran die DVD mit Film für den gleichen Preis steht. Klar, die Branche hat sich an die Preise gewöhnt und argumentiert es ginge gar nicht billiger, das ist analog zur Einführung zu iTunes damals als das Album plötzlich nur noch 9 € kostete, sowas wird früher oder später auch auf dem E-Book Markt passieren, Wenn’s die großen nicht mitmachen übernehmen halt neue wie Amazon oder Apple oder kleinere Verlage, die auf neue Situationen oder veränderte Lesegewohnheiten eingehen.

    E-Bookreader sind noch eine relativ neue Spezies, man kann nicht nur auf dem iPad lesen, Kindle und andere kommen dem Buch schon recht nahe und ich bin mir sicher in ein paar Jahren wird kaum einer das gedruckte Buch vermissen, wir kennen das doch schon History repeating.

    Wer sagt das dadurch nur Jobs wegfallen, es könnte genauso gut auch neue geben, bzw. die Schwelle selber ein Buch herauszubringen wird gehörig niedriger.

    Mein Kleiner hat massig Bücher und er liebt sie, er spielt aber auch gerne am iPad rum und kriegt abends sein Lalelu Lied mit Video zum Einschlafen, darauf besteht er :-)

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  5. lalelu nur der mann im mond schaut zu :-)

    hm zum cd preis…hast du da nich noch was rumfliegen ?
    wieviel hast du bekommen und wieviel ging wohin ?

    ich bleib dem ganzen ersteinmal skeptisch…auch wenn meine mutter auch überzeugt is vom kindl :-P

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  6. ich sehe der digitalisierung im buchbereich ebenfalls optimistisch entgegen. die wirtschaftlichen aspekte hate ich dabei nicht für problematisch. die verlage werden damit klar kommen und modelle entwickeln, mit denen sie geld verdienen und “raubkopien” verhindern können, die leser werden weiterhin in der lage sein, aus dem wust an büchern ihre favoriten herauszupicken (was spricht gegen amateur-autoren?) und auch viele buchläden werden weiterhin bestehen. die kleinen, indem sie sich weiter spezialisieren oder mehr antiquarisch arbeiten, die großen, indem sie den menschen ein leseerlebnis bieten mit sofaecken, autorenlesungen etc. außerdem denke ich wie tanith, dass es das gedruckte buch noch lange geben wird. bestimmte bücher schaffe ich mir in zukunft sicher (auch) in hochwertiger bindung an.

    wenn ich aber an die ganzen taschenbücher denke, die hunderte schundkrimis, die ich gelesen habe und immer noch gerne lese, dann freue ich mich, dass dafür kein papier mehr verschwendet wird. denn wenn wir ehrlich sind, dann sind solche bücher, die ja einen großteil des marktes ausmachen, auch bisher schon wegwerfartikel gewesen. einmal gelesen, weggestellt, nie wieder angefasst.

    im wissenschaftlichen bereich sehe ich der digitalisierung ebenfalls mit freuden entgegen. endlich nicht mehr anmerkungen von hand auf zerfledderte kopien kritzeln, zitate per copy & paste übernehmen, am besten mit automatischer quellenangabe, notizen immer bei der hand haben durch online-abgleich von lesegerät und anderen rechnern und vor allem: endlich durchsuchbare bücher! dazu eine kleine anekdote: vor einer weile hatte ich mal den fall, dass ich unbedingt eine stelle in einem buch zitieren wollte, sie aber einfach nicht mehr gefunden habe. also habe ich die stichworte mal bei google books eingegeben und siehe da: obwohl das buch nicht online zu lesen war, hat mir google die richtige seite ausgespruckt, die ich dann aufblättern und zitieren konnte.

    in wissenschaftlicher hinsicht ist da schließlich noch ein aspekt: fachbücher werden in zukunft viel leichter zu bekommen sein, weil es einfach kein problem mehr ist, eine größere menge davon herzustellen. wer schon einmal versucht hat, ein in einer auflage von 500 exemplaren gedrucktes exotenwerk zu bekommen, weiß was ich meine. mal ganz abgesehen davon, dass die verbreitung wissenschaftlicher ergebnisse in zukunft nicht mehr so sehr von den finanzen abhängen wird (1000 euro druckkostenzuschuss für eine erstauflage sind keine seltenheit).

    ach, ich könnte noch ewig weitermachen. wie sich unsere kultur dank digitaler bücher wohl verändern wird? vielleicht lesen wieder mehr menschen, weil sie ein buch immer dabei haben können? oder alleine die vorstellung, bald keine regale mehr kaufen zu müssen, um altpapier zu lagern, herrlich! viel mehr platz zum leben in den wohnungen. das digitale buch wird sich durchsetzen, definitiv.

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  7. “im wissenschaftlichen bereich sehe ich der digitalisierung ebenfalls mit freuden entgegen. endlich nicht mehr anmerkungen von hand auf zerfledderte kopien kritzeln, zitate per copy & paste übernehmen”

    uhh guttenberg lässt grüßen…das kann ja noch witzig werden :-D

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  8. @spaceace

    “Der Digi-Hype landet bald im SellOut, dann werden die Karten neu gemischt. Dauert glaube ich nicht mehr lange.”

    Ich hoffe Du hast Recht. Momentan sieht es leider noch nicht so aus.
    Ich habe auch nicht per se was gegen die Digitalisierung, aber manche tradionelle Dinge sind es einfach wert darum zu kämpfen

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  9. Wieviele Giga´s braucht denn der Mensch noch bis er merkt er hat alles was er braucht,;sogar schon mehrmals wieder verkauft oder weggeschmissen.

    Dieses rennen ist bald hinfällig, die PostPC Devices schon so Stark, dass bald nur noch Qualität als Marketing taugt.

    Ist nur ne frage der Zeit, bis der allgemeine Pöbel….4K Fernseher, 40 Jahre Musik auf dem iPod, 400 CD Ständer, 4000 kerne usw. Ofen Aus, wenn de mich fragst. Und wenns alle wie wir bläd finden, ja dann….

    wirds Spannend.

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  10. Wieso Komplexität? Schon immer werden GUIs und Consumer Geräte für Normale, d.h. IQ zwichen 75 und 115 = 95% konzipiert.

    Aber nachdem die letzte Festung, die Bücher, bequem zu lesen auf der Couch im Bett oder sonstwo, nun auch erfolgreich, und davon bin ich überzeugt, eingenommen ist – dank iPad, Kindle & Co. und Vertriebswegen – ist langsam Schicht im Schacht was als “neues” must have angepriesen werden kann.

    Das sagt mir das anthropische Prinzip, ich bin weil ich sehe und so. 25 Bilder die Sekunde, eine bestimmte Auflösung, ein bestimmter Kontrastumfang, ein bestimmtes Farbspektrum (siehe Wikipedia für die Wellenlängen bzw. DNR Werte), beim Ohr siehts ähnlich aus. 2 HÄnde..und die Gewohnheiten etc…..

    Also irgendwann fällt sogar dem 75er oder 730 auf, dass die TV´s gar nicht so groß gebaut werden , die Algorithmen so nah am komplexest korrigiertesten analogen Schalktreis sind, dank der Prozessorleistung, um noch irgendwelche Unterschiede feststellen zu können. Da helfen keine 1000Hz nicht mehr. Sämtliche deppen Magneten wie die Buzzwords unter “Insidern” heißen sind hinfällig.

    Kein neuer Standard, keine neues Gerät das zwingend “befüllt” werden muss, weil das alte genau so gut funktionert.

    Facebook, Blogs, Tumblr….alles as usual, too common

    Think Different….Steve hats tatsächlich zu Ende gebracht!

    Da werden sich ganz neue Türen und Tore öffnen, das wird spannend.

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