Google Reader †, now what?

Spätestens jetzt, wo bald Schluß ist mit dem Google Reader und somit auch den Apps die darauf aufsetzen, soweit sie sich nicht zeitig um die Migration von diesem gekümmert haben, ist es an der Zeit sich mal umuschauen welche hübschen Töchter andere so anbieten. Seit Google das Ende im März ankündigte war ja genügend Zeit und die wurde genutzt, alternativlos war der Google Reader ja sowieso nie. Ich habe mich daher in den letzen Wochen mal auf die Safari begeben um zu testen was er Markt so hergibt und das ist mittlereile doch einiges.
Zu unterscheiden ist dazwischen Bezahldiensten die entweder für die App oder den Dienst Geld sehen wollen, wobei sich letzteres so auf 2€ pro Mnat oder ca. 20 € pro Jahr einzupendeln scheint und kostenlosen Alternativen, die es durchaus gibt.

Da wäre vor allem Feedly zu nennen, die wohl schon vor Google’s Ankündigung damit beschftigt waren sich von der Google Api zu befreien und mittlerweile anbieten per One Click die ganzen Abonnements von dort rüberzuholen. Apps gibt es für alle Devices, am Rechner muß es (noch?) der Browser erledigen. Diverse Apps wie z.B. Flipboard oder auch Reeder haben aber angekündigt den Feed von Feedly zu unterstützen, so das eine seperater Feedly Reader für den Desktop vielleicht gar nicht nötig ist. BTW: Feedly ist komplett kostenlos und m.E. in dem Segment der brauchbarste Ersatz, wenn man mit ein paar Umgewöhnungen leben kann, was aber mehr oder minder bei allen Lösungen der Fall sein wird, die hier aber durchaus verschmerzbar sind, da eigentlich schöner als das Original.
Scheint mir aber der große Gewinner des Google Reader Endes zu werden.

Weiterhin in der Freesektion zu vermelden wären:
The Old Reader, der sich sehr am alten Google Reader orientiert, bevor die Social Elemente beseitigt wurden. Vorteile: Läuft sauber, lässt sich im Browser gut sortieren, Trending Sektion vorhanden und Artikel lassen sich teilen, aber nur mit Nutzern des Old Readers. Den Aktualisierungen traue ich nicht so ganz und die Ansichtsoptionen lassen aber ein bisschen zu wünschen übrig, gerademal im Vergleich zu Feedly

Commafeed, etwas eleganter gestylt als der Old Reader, manchmal etwas träge , macht aber in Chrome mit der Extension durchaus brauchbaren Spaß, lediglich das man die Feeds nur umständlich sortieren kann trübt diesen etwas. Wäre daher meine zweite Empfehlung, kurz hinter Feedly, auch der üblichen Teilenfunktionen via Twitter, Facebook etc wären mir genügend untergebracht.

In der Sektion für 2 $ im Monat bzw. 20 $ im Jahr gibt es Feed Wrangler und Feedbin, letzteres soll zukünftig auch von meiner präferierten App Reeder unterstützt werden, bzw. auf dem iPhone tut sie das bereits, habe ich aber aus Geizgründen beide nicht getestet.

Auch für 16 $/Jahr ist meine Schwelle momentan noch zu hoch, da gäbe es nämlich Bulletin für, sieht auch gut aus, aber bietet nur Ansicht im Browser auf allen Geräten via responsiver Website, da scheinen mir die 3€ mehr für Feedbin besser angelegt, wenn eine Api zum mit Apps drauf zugreifen dabei ist

Und dann wäre da noch der gute, alte Netnewswire, mit dem bei mir alles rssmäßige angefangen hat. Der ist gerade in der Version 4 erschienen und sieht verdammt sehr nach Reeder aus, trotzdem will ich dahin nicht wieder zurück, fühlt sich irgendwie komisch an und wäre auch nur eine Lösung für den Desktop ohne Sync zu anderen Geräten.

Meine Lösung wird also erstmal Feedly heißen und dann warten bis Reeder darauf zugreifen kann, in der Hoffnung das das doch noch lastminutemäßig auf Desktop und iPad kommt.
Und ihr so?

Kommentare (13) Schreibe einen Kommentar

  1. Sorry aber Feedly ist Mist: Benötigt ein Addon im Browser und man kann seine Feeds nicht exportieren.

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  2. Jep, mag Feedly auch nicht wirklich. Aber weil die sich als großer Gewinner darstellen, habe ich mal dahin exportiert und setzte auf die von Dir erwähnte Unterstützung von Drittanbietern. Bin mit Reeder eigentlich sehr zufrieden.

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  3. Ich habe Feedly schon weit vor Google´s Todesbotschaft genutzt und bin damit sehr zufrieden. Lediglich die magische Leertaste muss von denen noch mit einer sinnvollen Funktion belegt werden.

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  4. Ich bin nach der Ankündigung von Google recht schnell auf Tiny Tiny Rss http://tt-rss.org/ umgestiegen. Am Anfang habe ich noch etwas ueber Google rum gemeckert, aber jetzt bin ich ganz froh das ich dazu gezwungen wurde eine bessere Loesung zu finden.

    Fuer mich als Open Source Fanboy und Android Benutzer ist TTRSS ideal:

    - hosten auf dem eigenen Server (ich bin sicher das gibt es bald auch als Service)
    - open source auf github von Web und Android App
    - one click subscriben in Firefox
    - sehr flexible Web App mit plugins
    - Tastatur Bedienung zum schnellen Lesen
    - RSS Feed fuer “Starred” Artikel (das geht per ifttt zu Pocket)

    Fuer reine Anwender und Apple Fanboys ist allerdings wirklich Feedly vermutlich die
    bessere Wahl.

    Das Andere was mir bei der ganzen Aktion klar geworden ist: es ist sehr wichtig offene Standards zu haben. Von einem Reader zum naechsten Umzuziehen ist per OPML Export und Import schnell geschehen. Wenn man mal irgendwann von Facebook, Google+, Twitter und Instagram weg will wird es etwas komplizierter.

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  5. digg.com und aol.com arbeiten auch gerade an eigenen RSS Readern.
    Bin mal gespannt wie die sich so schlagen werden im Vergleich.

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  6. @X101: das war mal so, da hab ich’s auch nicht gemocht, ist mittlerweile nicht mehr so

    @drikkes: Reeder ist und bleibt mein Favorit, vermutlich auch sehr lange noch

    @Christof: hab mit sowas auch zuerst geliebäugelt, dann aber gesehen was andere mit der Installation für Probleme hatten und ich als Noob bin dann sicher ganz schnell draußen, außerdem, herrje, es soll möglichst einfach bleiben.
    Mit den offenen Standards geb ich dir allerdings vollkommen Recht

    @maximilian: zu vordererst einen schnelleren Workflow seine Newsseiten abzugrasen. Ich habe hier ca. 700 Quellen im Reader, die alle einzeln per Bookmarkliste anzuklicken um bei der Hälfte festzustellen das nix Neues passiert ist, ist nicht nur frustrierend, sondern kostet auch unnötig Zeit

    @octavian: AOL nimmt man ja wohl schonmal aus Prinzip nicht. Facebook hat auch ähnliches angekündigt, frage mich aber was die damit wollen?

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  7. Digg Reader ist “fast” da: http://blog.digg.com/post/53894365994/digg-reader-rollout

    Ich habe meine Feeds auf weniger als 300 reduziert.
    Beim Google Reader waren die Statistiken auch sehr praktisch, dadurch konnte ich die Artikel pro Tag sehr reduzieren. Früher waren das mehr als 500, mittlerweile vielleicht nur noch 200.

    Die Anzahl der Feeds macht ja eigentlich keinen Unterschied, solange jedes nur einmal im Monat einen Artikel publiziert.

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  8. feedly isses aktuell!
    allerdings vermisse ich schmerzlich die möglichkeit die abonnierten feeds durchsuchen zu können! soll aber wohl noch kommen! (gabs auch schonmal)

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  9. Auch ich nutze seit einigen Wochen feedly und bin weitesgehend zufrieden. An der Android-App stört mich allerdings, dass Links im feedly-internen Browser und nicht im Standardbrowser geöffnet werden. Einige Website-Funktionen funktionieren im feedly-Browser meist nicht.

    Zum Thema Sinn und Unsinn eines Facebook-Readers: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/facebook-reader-angeblich-plant-das-netzwerk-ein-nachrichtenangebot-a-907519.html

    @Christof: Danke für deine Anregungen! Genau der richtige Nerdkrams für mich! :D

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