Thema der Woche 210: Der Sync-Button – Segen oder Fluch?

Wir schreiben das Jahr 2013 und ich weiß nicht was man gegen einen Sync-Button einzuwenden hätte, erspart er einem doch so manch mislungenen Übergang im Hörgenuß. Die älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch an diese vielen verkackten Übergänge egal wo und egal von wem. Das waren die goldenen Zeiten des Plattenspielers! Hatte sicherlich auch den Reiz des Human Touch, den finde ich persönlich in dem Punkt jetzt bei Elektronischer Musik nicht sooo wichtig und bin froh das man sowas heute sehr viel weniger hört, dabei muß das nichtmal an den nichtvorhandenen Mixkünsten liegen, bescheuerte Monitorsituation, Signal von draußen zu laut, Leute lauter als der Sound, was weiß ich was da noch alles einen Faktor darstellt, bei dem man froh ist einfach mal den Sync betätigen zu können. Wobei der Laie ja denkt, das Sync-Button drücken die Sache von alleine regelt, dem ist aber eben gar nicht so. Damit ein Sync-Button seine Aufgabe erfüllen kann ist erstmal viel Vorarbeit nötig, denn das heißt mindestens, die beim Beatmatchen gesparte Arbeit, weit vorher zu investieren, nämlich in Gridden, also die Tracks auf die Beats zu rastern und somit überhaupt erst synckompatibel zu machen. Was Traktor automatisch gridded mag zu 95% stimmen, das aber auch nur zu 90%, wenn man das Raster aufzieht bemerkt man das der Algorhythmus da bei fast jedem Track ein wenig seine künstlerische Freiheit walten lässt und die Beaterkennung mitten auf, etwas vor oder schlimmstenfalls nach dem Transienten setzt. Von digitalisierten Tracks von Platten gerippt rede ich dabei gar nicht mal, also die, die sowieso immer rausdriften und die man in Ableton erstmal glatt zieht, damit Traktor die überhaupt ins Raster läßt. ließe man nämlich nun zwei solcher nachlässig gegriddeten Tracks per Sync miteinander laufen nimmt sich das nicht viel zu einem völlig vermasselten Vinylmix, es stolpert und holpert und hört sich nicht nur falsch, sondern richtig schlimm an, ein wahrer Showstopper. Also: Vor die Benutzung des Sync-Buttons hat der Herr die Auseinandersetzung mit der Materie gesetzt. Und Mixen tut sich der Kram dann immer noch nicht von alleine, lediglich das Takten, das Beatmatching übernimmt die Maschine. Wer nun meint, das darin aber das Handwerk eines DJs liegt hat m.E. nichts von der Aufgabe eines DJs verstanden oder ist sowas wie ein Mischmaschine, der wesentliche Teile dessen was ein gutes Set ausmacht, aus falsch verstandenem Selbstverständnis ignoriert, denn die eigentliche Kunst ist die Geschichte die mit dem Set erzählt wird, das man die Leute mitnimmt und im Idealfall dahin führt wo sie nie gedacht haben das man da mal hingelangt.
Seitdem Beatmatching automatisiert werden kann ist dieser Skill der vernachlässigbarste von allen, und das sage ich der sich 20 Jahre darin geübt hatte. Tut mir ja Leid für alle die ihr Können darauf spezialisierten, aber da hat die Geschichte wiedermal ein verschmitztes Schnippchen geschlagen, sowas kommt vor, da hilft kein Lamentieren und Dissen, je länger man das betreibt desto schlimmer schlägt’s auf die Karmapunkte und irgendwann ist man der letzte Honk der immer noch meckert während der Rest klammheimlich schon längst die Fronten gewechselt hat. Gibt ja noch genug andere Skills die man perfektionieren kann, Shit happens. Hab ich schon die Sache mit den Sets und dem Geschichtenerzählen erwähnt?
Warum ich darauf nochmal zurückkomme hat etwas mit der Praxis zu tun, denn ich finde das es seit Sync-Button und Key Correction durchaus einfacher geworden ist auch mal mit Styles und Geschwindigkeiten innerhalb eines Sets zu spielen, was die erwähnten Geschichten durchaus interessanter machen kann. Das hatte bei Vinyl nämlich immer die unangenehmen Nebeneffekte völlig verpitchter Stimmen und Instrumente und dysfunktionaler Grooves, weil entweder der Pitchregler nicht weit genug ging und man mit den Fingern auf der Platte miteiern mußte, oder die veränderte Geschwindigkeit nicht mit den Beats, bzw. den Löchern zwischen diesen, harmonisieren wollte. Ich mußte sogar schon mit DJs auflegen, die “nur im Bereich von 124 bis 128″ auflegen, wahrscheinlich weil sie nix anders konnten, there goes your Beatmatching. Vorbei! Zu Zeiten als ich gerne Dubstep mit Techno verband war das ein Segen und auch heute kommt es immer noch oft sehr gelegen, weil der Flow erhalten bleibt, nicht nur weil man sich um den schnöden Beatmatching Shizzle nicht mehr kümmern muß, wenn man nicht will. Andererseits bleibt es ja weiterhin jedem selbst überlassen ob er den nutzt oder nicht, Button bedeutet ja immer Option, nicht Zwang. Wer also weiterhin den Kick des Beatmatching braucht, dieses Reiten der Rhythmen, bitte sehr, geht doch immer noch, ich habe dafür vollstes Verständnis.
Ich bin übrigens kein Verfechter der These, das ein Digital-Jay erst dadurch zu einem wird, indem er die vermeindlich gesparte Zeit des Beatmatching dafür zu nutzen hat, diese mit möglichst vielen Knöppen seiner Konsole zu verbringen, nur damit er dem Argument entgegen treten kann, er hätte dann nix mehr zu tun, bzw. das wäre ja dann keine Arbeit mehr. Wahres Selbstverständnis sieht anders aus, Understatement rules auch in Sachen Einsatz der Waffen. Man käme ja auch nicht auf die Idee Turntablism mit Club Djing zu verwechseln
Und lasst euch nicht täuschen von CD-Jockeys die meinen mit ihrem Tool authentischer zu sein, die 2000er und die neuen 900er Nexus haben ebenso Sync-Buttons, erzählen sie nur nicht so gerne, manche müssen halt immer mit irgendwas ne Hierarchie aufmachen.

Kommentare (63) Schreibe einen Kommentar

  1. ich gridde nix vorher. wenns nicht passt, dann mache ich es in guter alter handarbeit.
    aber wenigstens weiss ich jetzt warum und halte mich nur noch für faul und nicht für zu blöde ;)

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  2. Ich persönlich finde dieses “human touch”-Ding eigentlich ganz gut und wichtig. So nen Bassdoppler oder ein kleiner Mixfehler, nen backspin, usw. klingt für mich irgendwie mehr nach Party, als ein glatt gebügeltes und fehlerfreies Set.

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  3. Ich finde Bassdoppler richtig shizz. Da vergeht mir sofort die Lust auf’s tanzen. Das bringt einen aus dem Flow. Ich brauch keinen “human touch”. Das ist imo was für Hippies.

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  4. Danke für den Artikel. War schön, sowas mal von einem Profi zu lesen. Wobei ich dieses Thema mit Sicherheit nicht als Provokation, sondern eher als – blödes Wort – Aufklärung gewählt hatte.

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  5. …und nun hab ich nach dem lesen des Artikels schon wieder Streifen vorm Auge. Der dunkle Hintergrund ist wirklich nix für meine Pupillen.

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  6. ach du scheisse. is ja ein ellenlanger waschzettel was man da alles falsch können muss/darf/kann. öhm. ich verkacke dann doch immer noch lieber analog. schuld hat eh immer der tüp hinter den geräten. bei plattentellern stimmt das dann wenigstens.^^

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  7. Mein Kombi hat Zentralverriegelung, man kann den Knopf drücken, oder jedes mal um die Karre hüpfen. ;)

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  8. Ach was. Wer nicht beatmatchen kann, sollte keine Platten auflegen. Muss man ja auch nicht mehr. Gut, dann geht das mit den Übergängen, aber dadurch ist man nicht direkt ein besserer DJ.

    Ein Vinylset mit warmem Klang auf einer dafür perfekt eingestellten Anlage (sogar Wolle hat mal zugegeben, dass sich das besser anhören kann als digital…) ist durch einen kleinen Patzer doch nicht direkt schlechter als ein zum Großteil zu Hause vorbereitetes technisches Gebilde, das die Anwesenden und die Grundstimmung überhaupt nicht mehr berücksichtigt und in seiner Komplexität die Ohren überfordert.
    Wer Gefühl für Beats, Groove, Mischung , Trackauswahl hat, kann von mir aus mit einem Toaster auflegen. Aber man soll doch bitteschön nicht dahingehen und sagen: Du bist doof, weil Du Deine Suppe noch selbst kochst. Gibt´s doch auch fertig.

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    • wer hat denn sowas gesagt? UNd ich betonte doch mindestens 2x das perfekte Übergänge eben nicht den DJ ausmachen

      Und Wolle hat sogar, bis vor ca. 2 Jahren, darauf bestanden das Vinyl besser klingt ;)
      Das Gebilde wird nicht zuhause vorbereitet, das passiert nach wie vor im Club, lediglich die Tracks werden vorbereitet, was aber auch sein Gutes hat, man muß sich nach wie vor mit den Tracks auseinandersetzen bevor man sie spielt

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      • die 2 jahre sind mittlerweile 3.
        und ja, wenn nach einem dj mit vinyl einer mit einem laptop spielt und den mit dem kopfhörerausgang ans mischpult koppelt, dann kann das alle vorurteile gegen laptop-djs ins unendliche kicken :( sowas habe ich nicht gesehen, sondern bemerkt bzw gehört. der unterschied ist so krass, dass ich jedes mal dachte, die anlage wäre kaputt.
        heute passiert sowas auch noch. dann jedoch nicht selten umgekehrt.

        aber auch das digitale hat seinen wahnsinn: wenn man zb traktor übersteuert oder die aussteuerung den integrierten limiter überlässt, dann ist der sound schlimmer, als man das auf irgendeine weise analog hinbekommen könnte. um so größer und besser die anlage, um so bösartiger wird das (jeder der das letztes jahr auf der fusion hören musste, der weiss, von was ich schreibe (es waren einige :(

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    • wolle hat gesagt, dass vinyl im absoluten high-end besser klingen kann.
      alle meine statements, die das vinyl auf partys für einen besseren sound präferierten, stammen aus einer zeit, wo es mit dem digitalen sound der djs tatsächlich noch sehr oft böse probleme gab.
      heute ist die sache wesentlich einfacher zu beantworten: damit vinyl gut klingt, ist viel aufwand nötig. den macht man sich a) nur an wenigen orten b) ist vinyl ungleich bessere produktion.
      mir persöhnlich wäre es lieber, dass man statt so oft über solche fragen zu diskutieren, sich über die basics von sound unterhält -> solange an mischpulten rote leds blinken und/oder pioneermixer verwendet werden, ist die frage nach “wav vs mp3 vs vinyl vs cd?” so ähnlich wichtig, wie die frage nach den richtigen bremsbelegen, wenn die reifen kein profil mehr haben…

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  9. das technische gebilde welches zu hause vorbereitet wird ist so ein komisches vorurteil,welches immer wieder auftaucht (stichwort playlist).
    wenn ich mit vinyl auflege kann ich meine plattenkiste zu hause auch vorsortieren und hab ein technisches gebilde.
    oder ich schreib ne playlist auf nen zettel.
    wichtig ist die mucke die rauskommt.
    meinetwegen auch mit playlist und holterdiepolter übergängen
    und 1,5% sind auch ein gutes argument die sache etwas locker zu sehen

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  10. es gibt massig vinyl DJs, die vorbereitete oder einstudierte sets spielen. das heißt halt gar nichts, mit welchem medium man das macht. ich bin da nach wie vor freestyler. und das kann auch mal ganz schön in die hose gehen. ;)

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  11. naja tanith da hab ich auch mixe von dir gehört wo ich nur dachte…das is also nun digital… da würd ich eher sagen der sync button is fluch… müsst ma gucken welcher das war wo ich nich wusste ob lachen oder weinen soll, dat klang als ob dein lüdden am plattenspieler mixt :-)

    aktuell die alten kid paul und paul van dyk mixe die ich aufm bau hoch und runter hör…da find ich immer das fazinierende das da wirklich keine mix fehler finde… und das teilweise mix-jahrgang 1993.. mit ich will nich wissen was für equipment…

    da bekomm ich das grauen wenn ich mir dann mixe von heude anhör… erstes lehrjahr….sauberer übergang… wenn das schon digital nich hinhaut…au backe…

    dann lieber humantouch mit staub aufa nadel :-P

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      • dohoch :-D
        ich weiss nich mehr welcher das war und hab den auch nimma aufm rechner…aba ich bin mir tot sicher da war dieser eine mix der mich schockiert hat und mich noch mehr zu meinen vinyls getrieben hat :-)

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  12. Naja also ich würd es ziemlich nervig finden wenn ich mir extra mehr Arbeit machen würde um alle Tracks für mein Set zu gridden. Wieviel Zeit das wohl verschlingt? Da scheiß ich lieber auf einen Sync-Button und Beatmatche und investiere diese Zeit um eigene Tracks zu produzieren.

    Und die Tracks dann nochmal in Ableton reinzuziehen und zu warpen und dann nochmal zu rendern, das kann doch nicht gut in der Soundquali letztendlich enden oder? Egal ob wav, aiff, aac oder mp3. Man verliert doch letztendlich immer etwas und dann wirds ja nochmal konvertiert durch die Soundkarte und dem angeschlossenen Mixer.

    Und dann noch Master Tempo einsetzen (da sind auch die CDJler gemeint) und damit den Track noch mehr verzerren. Ist zwar toll, dass es mittlerweile möglich ist 140 bpm Tracks ganz leicht auf 118 runter zu pitchen aber was bringt es wenn das Stück nicht auf diese Geschwindigkeit konzipiert ist? Es grooved einfach nicht mehr richtig. Der Hal 9000 äh … ich meine Traktor sagt dir vielleicht das alles in Ordnung ist, doch zusammen mit dem Master Tempo klingt es als ob man den Track durch ein Eisenrohr abspielt und das was am Ende des Rohrs rauskommt recorded hat.
    Auch du Tanith hast öfters diese Fehler begangen. Am Schlimmsten ist mir noch dein Best of 2000 – 2009 Mix in Erinnerungen geblieben.

    Wenn ich unbedingt eine andere Richtung in einem Set einschlagen will dann habe ich 2 Möglichkeiten. 1) Track auslaufen lassen und den Schnelleren starten oder 2) sich bis zu dem Track den man spielen will hinarbeiten und den Pitch von Track zu Track schneller einstellen, sodas es nicht zu abrupt wirkt und die Crowd es merkt. Mit letzterem kommt man auch eher auf die Siegerstraße anstatt mit der Master Tempo-Sync-Methode den Track der Meute einzuprügeln.

    Da lob ich doch den Peter Czak der bei unserer letzten Party auf den Sync-Button geschissen und die Wheels und Pitchfader von dem Controller benutzt hatte. War auch technisch kein einwandfreies Set aber immerhin hatte man wenigstens noch das Gefühl gehabt einen Menschen hinter den Decks zu sehen statt einer Maschine. Da frag ich mich dann wieso so viele sich einen S4 kaufen wenn sie den Großteil der Funktionen eh nicht nutzen und stattdessen Gridden und Sync drücken.

    Mir ist ja egal mit was jemand auflegt. Hauptsache man macht es mit Hirn. Und viele Digital-DJs haben leider kein Hirn und sind nur Trittbrettfahrer. Und die zerstören meiner Meinung nach diese wunderbare Freizeitbeschäftigung. DJing verkommt dabei immer mehr zum Joke!

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    • “DJing verkommt dabei immer mehr zum Joke!”

      Das ist es schon lange, völlig egal ob Digital o. Analog.

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    • das braucht bei mir pro Track keine Minute, weil ich das seit Jahren gewohnt bin und einer der wenigen bin, die Ableton Warping professionell betrieben hat, ich habe mit der Erstellung von ASD Files für Tracks tatsächlich mal Geld verdient :D
      Das Gridden macht mir Spaß weil das der Moment ist wo ich den Track zum ersten mal optisch vor Augen habe, das hilft enorm um den zu memorieren, besser als 3x durchhören.

      Und die Sache mit Ableton ist nur für Vinylrips nötig, eine mittlerweile zu vernachlässigende Sache, die ich nur mal erwähnt haben wollte.

      Wer spricht den von 140 auf 118? Hab ich doch oben schon erwähnt das bei sowas der Groove flöten gehen kann, im Normalfall hat man eine Bandbreite zwischen 125 und 135 mit kleinen Ausreissern nach oben oder unten, da verzerrt der Pitch des Plattenspielers mehr als das was die Technik da heute macht,
      Aber Danke für die Belehrungen wie man andere Richtungen im Set einschlagen kann, da wär ich nieeee drauf gekommen XD

      Wenn man den Syncbutton erwähnt muß das BTW nicht heißen das er die ganze Zeit anbleibt, hab ich so nicht geschrieben und verstehe auch nicht wieso das so verstanden wird

      Du glaubst also die Trittbrettfahrerei hat erst mit Digital Djing angefangen und mit was genau zerstören die deine Freizeitbeschäftigung?
      Djing sollte ein Joke im Sinne von Spaß haben sein, ansonsten nimmst man die Sache zu ernst.

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  13. Ich finds immerwieder gut, dass Tanith die Sache von mehreren Seiten beleuchtet. Sync hin oder her, jeder nutzt seine Fähigkeiten und Ausstattungen. Jeder wie er mach. Für mich ist Sync sicherlich etwas wie ein Cheat,e aber zum Ende kommt jeder. Schön find ich die Platten, die mittendrin einen Taktwechsel vollziehen und dann hast du eben im Mix ne Double-Bass. Galopprennen Attacke! :D

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  14. Ich warte ja noch drauf bis einer beim Ableton Set ankommt und fragt: “Eh haste das etwa nicht mit der Hand getimestrechted und pitchshifted?” …Boah, watt’n Looser :D
    Selbst wenn einer mit Loops und ‘nem Multitracker ‘n Track macht, ist es immer noch Musik. Dafür dass die anderen so schlecht sind und den Gig nicht ergattert haben, kann man nun mal nix!

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  15. moooment mal
    wenn man einen neuen track in den traktor lädt dauert die analyse je nach länge 10 -20 sekunden (incl grid) und fertig ist die laube
    manchmal muss man das raster noch etwas per hand korregieren.
    und manchmal hat man nen track dabei der ist ungridbar.dann muss man beim mix eben das wheel benutzen
    was ist eigentlich so schlimm daran das man per sync saubere übergänge hinbekommt?
    außerdem ist es eine tolle sache das man digital tracks mixen kann die man mit nem technics aufgrund des pitchlimits von +-8 eben nicht zusammen bekommt

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  16. kurze zwischenfrage, etwas offtopic – da ich auch vinyl auflege: wie funktioniert das back2back beim digital auflegen? nehmt ihr da zwei systeme (laptops oder dergleichen) oder usb-sticks oder so…? ich frag nur deshalb, weil das für mich eigentlich der größte spaß mitunter ist :D

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    • ich mache eigentlich kaum B2B weil erfahrungsgemäß spätestens nach dem dritten Track irgendwas mit Techhouse oder Bongos kommt was mich abtörnt, kurz gesagt ;)
      Aber grundsätzlich gibt’s da viele Möglichkeiten, 2x Traktor, also 2 Traktorsysteme syncen, USB Stick mit eigener Library zu den Playlisten eines Traktorsystems hinzufügen, Platte, CD, Laptop kombinieren etc, stellt ja alles kein Problem dar

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      • naja, das klappt am besten, wenn man musikalisch ähnlich tickt. ich hab da meine schönsten dj-erlebnisse gehabt, v.a. wenn man sich jede platte abwechselt und es trotzdem super passt – und auch auf genre-grenzen kackt. und vor allem zeigt sich dabei, wer die sache verbissen sieht oder auch einfach nur spass haben kann.
        noch eine frage: gibt es empfehlenswerte pitchbare mp3-player o.ä., die sich gut mit vinyl kombinieren lassen? also was handlich transportierbar und an jeden mixer anschließbar ist, ohne dass ich nen laptop brauche oder cds brennen muss und vom handling her eher am vinyl dran bin? mir gefällt es sehr, übers hören zu mixen. ich sitz den ganzen tag arbeitstechnisch vorm rechner und will beim auflegen keinen bildschirm vor der nase haben…

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        • Also einige Dj Controller (Bsp. Reloop Jockey 3 Master Edit) bieten eine sogenannte Stand Alone Funktion an, also stick rein, evtl noch cd/Plattenspieler anschließen und dann ohne Laptop mixen ;)

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  17. es macht einfach mehr spaß einem DJ zuzuschauen der Viny auflegt als einem der die ganze Zeit auf einen Bildschirm klotzt und mir persönlich macht es auch viel mehr spaß Vinyl aufzulegen als Knöpfchen drücken. Ich persönlich habe noch nie ein schlechtes Set erlebt das Vinyl aufgelegt wurde sowohl vom Sound als auch von der Story, klar beim mixing ist es nicht immer top aber wenn der Sound und das Feeling stimmen ist das mixing meiner meinung nach nicht so wichtig. Digitale Sets habe ich auch schon richtig gute erlebt aber mindestens 100mal so viel schlechte und genau deswegen mag ich Vinyl einfach am liebsten. Meine Meinung… Finde deinen Text trotzdem super und informativ danke dafür

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    • “es macht einfach mehr spaß einem DJ zuzuschauen der Viny auflegt” – dieser meinung bin ich auch (gewesen). doch diese unbeteiligten dj-zombies, die die ganze zeit auf den bildschirm starren, sind die gleichen, die die ganze zeit auf ihr vinyl oder den mixer starren…
      seit es diese digital-konsolen gibt, braucht man jedoch weder mouse, noch touchpad, noch tastatur… man kann alles über den mixer steuern.
      ich selbst habe mir sogar was gebaut, dass der bildschirm direkt hinter dem mixer (konsole) hervorguckt. damit habe ich mixer und bildschirm in einem blick… die schrift ist auf 16 punkt, so dass ich auch aus 1m entfernung alles gut ablesen kann.

      allerdings gebe ich zu, dass auch ich mich des öfteren selbst daran erinnern muss, nicht die ganze zeit in den rechner oder auf die konsole zu glotzen (das gleiche problem hatte ich jedoch bereits beim vinyl).

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  18. Ich lege zum größten Teil immer noch mit CDs und/ oder Vinyl auf, habe aber auch schon Sets mit Traktor bestritten. Grundsätzlich ist der Snc-Button zu erst einmal weder Segen noch Fluch, sondern schlicht und einfach ein Werkzeug in der Hand eines mehr oder minder begabten DJs.

    Da ich aber nicht nur auflege, sondern ebenso als Gast im Club bin, ist mir schon häufiger aufgefallen, dass besonders jungen DJs das Verständnis für Takt, Trackstruktur etc. häufig abgeht und das nicht selten daher rührt, dass sie mit dem Sync-Button ein Werkzeug zur Verfügung haben, dass es ihnen ermöglicht, ohne Verständnis des Mixprozess und der Funktionsweise von DJ-Musik beatgenaue Übergänge zu fabrizieren.

    Dies geschieht jedoch nicht selten in völliger Ignoranz zu allen anderen Bestandteilen der Stücke und macht den daraus resultierenden Soundbrei häufig unerträglich. Aus diesem Grund finde ich es schon ganz nützlich, wenn DJ sich mit dem grundlegenden Handwerk beschäftigt, allein schon deshalb, damit er/ sie versteht, was er da eigentlich tut und welche Auswirkung jede Handlung auf das Soundbild hat.

    Ansonsten isses mir schnuppe, wer womit auflegt, einzig das Ergebnis ist wichtig.

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    • man, entweder wart ihr früher nicht dabei oder seid vergesslich?

      auch damals (“wo immer alles besser war”) gab es dj-honkInnen hinter den decks. besonders die freundinen von bekannteren djs, veranstaltern und drogendealern nervten mit stümperhafter auflegerei genauso, wie die produzenten der größeren clubhits und nicht namenhaft genannte radiomoderatorInnen. der einzige nennenswerte unterschied, welcher durch den synch-button in dieser beziehung erziehlt wurde – es fällt nicht mehr so auf, weil es nicht zwischen jedem hitwechsel bpm-mäßig holpert. das ist jedoch kein nachteil, sondern macht die sache fast erträglicher.

      man wurde damals nicht erfolgreich, weil man gut auflegen konnte und wird es heute nicht. die skills spielen dabei fast keine rolle. es ist egal, ob wer beim auflegen wie oft verkackt. am ende zählt der nächste grooveartikel, die beatportchartplatzierung oder die größe der titten. heute wie damals.

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  19. ein gefühl für den track ist natürlich wichtig für das mixen.
    aber nicht vom medium abhängig.
    genausowenig wie man ein gelungenes davon abhängig macht .
    man soll im club nicht den dj mit offenen mund bestaunen sondern das tanzbein schwingen

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  20. Ich meine es war der Tanithmix Vol. VIII #3, so eine Breaks 89-92 Geschichte. Also wenn die Hütte ma nich sauber abjemischt is, weeß icks ooch nich. Weil von wegen hier Maulerei “deine Mixfehler” blah blah blah. Selbermachen, und zwar mit Breaks!

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  21. lange ueberlegt und mag hier nur ralf, einen sehr guten freund zitieren. “…ich mag es, wenn man hoert und sieht, das der dj was macht…”

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  22. gibts in trakror eigentlich die einstellung “passe das tempo beim laden des tracks gleich an“ noch? wenn ja, wozu die diskussion über diesen knopf? ;)

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  23. Bei dem Thema bin ich ja irgendwie hin und her gerissen. Auf der einen Seite denke ich mir auch immer – was solls. Hauptsache die Mucke is gut. Ich meine, da nützt kein Vinyl DJ wenns doch blos langweiliger Minimal oder kitshiger Trancesound is.

    Auf der anderen Seite, wenn ein Gitarist nicht richtig die Gitarre spielen kann, muss der eben auch so lange üben bis ers kann. Und dann kann er sich eben erst auf die Bühne stellen. Mit Playback kommt man zwar in dem Moment auch weiter, aber langfristig nimmt einen keiner Ernst oder es macht vielleicht selber keinen Spaß mehr.

    Und genauso seh ichs mit dem auflegen auch. Techno ist nunmal DJ Musik. Also muss man eben üben bis mans kann. UNd dann erst kann ich mich auf die Bühne trauen. Klar, wenn mal was verrutscht isses doof, aber dann gibt man sich beim nächsten Übergang eben etwas mehr Mühe.

    Und ob der Synchbutton jetzt Segen oder Fluch ist. Ich glaube beides. Auf der einen Seite gibts soviele die meinen sie wären jetzt die Superhechte, obwohl dann doch blos die DJ Charts vom LieblingsDJ nachgekauft / runtergeladen werden und dann quasi Playback im Club gemacht wird, auf der anderen Seite – die die wirklich innovativ damit umgehen, werden auch weiterkommen und was spannendes draus machen.

    Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es wird schon vom tanzenden Publikum wahrgenommen, ob man mit Platten aufleget oder nicht. Und wenn die dann Schallplatten sehen, freuen sich dann alle. Selber schon erlebt.

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  24. auf goa partys gibt es seit fast 10 jahren keine plattenspieler mehr.
    die goa labels haben praktisch über nacht die vinyl veröffentlichungen eingestellt.
    und das publikum hat trotzdem spaß.

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    • Was mit dazu beigetragen hatte, das ich vor 10 Jahren mich vom Goa verabschiedet habe. Wo schon die Musik für mich immer langweiliger wurde, und dann gabs garnichts mehr auf Platte. Da war ich dann irgendwann raus.

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      • @Electrosandy
        ich habe das kapitel goa ende der nuller jahre abgeschlossen weil in der musik überhaupt nichts mehr passiert ist.
        totaler stillstand bis heute.
        habe dann den guten alten techno für mich wieder neu entdeckt

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        • Tja, so lange hab ichs nicht ausgehalten. Bei mir schon Anfang der Nuller. Was ja eigenltich schade war. Bis heute will mir ja niemand glauben, daß Goa so 1999 – 2001 die innovativste Musik war.

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          • Doch der Sound war im besagten Zeitraum teils sehr interessant.
            Interessiert nur niemanden mehr, oder nur wenige.

      • ich weiss noch, wie erst roland bpm und später marcos lopez in der goa-szene fuss fassen wollten – ohne erfolg. deren wirklich geniales mixing war (damals?) offenbar gar nicht gefragt. da kam ein goagil und ähnliche leute und spielten mit dat-recordern.

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        • Marcos Lopez war doch gut dabei. Hat aufm Voov Open Air gespielt, hatte Singles und ein Album auf Free Form draussen.
          Klar, so Typen wie Goa Gil oder andere den gings glaub nur um Effekte und psychedelische Synthies. Das war auch nie so mein Fall. Zum Glück gabs ja auch genug andere Djs, die eben doch richitg mixen konnten, und genau die richtigen Tracks zum richtigen Moment ausgewählt haben. Oder wie eben Marcos Lopez oder auch ein DJ Cosmix, die nicht nur stur Goa gespielt haben, sondern das eben durch Techno / Tribal aufgelockert haben. Oder so ein DJ – Duo die sich Spiralkinda nannten, später als Spiralianz Goa Platten, die ziemlich monoton waren rausgebracht haben. Sich noch später Midi Miliz nannten und Musik gemacht haben, de eher Techno als Trance war und mittlerweile als Extrawelt auf Cocoon erfolgreich sind. Ähnliches kann man ja auch von 2 Schweden sagen. Als Son Kite eher progressiver Goa, Anfang der 2000er, mittlerweile als Minilogue eher Techno. Oder ein Gabriel Le Mar von Aural Float, der dubbige Techno Sachen auf Spirit Zone rausgebracht hat. Da war die Goa Szene eben auch musikalisch bunt und ganz weit vorne.

          Nur naja – ist eben auch schon wieder 13 Jahre her.

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  25. wer vinyl djs lieber zugucken mag (weil die digital djs nur stumm und starr auf den bildschirm glotzen) dem sei dieser quirlige vertreter seiner zunft empholen.
    einfach mal durchskippen und genießen.

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    • Die waren aber alle vorsortiert. Eine nach der anderen. Vlt. Hat er die vorher schon X mal an der selben Stelle ineinander laufen lassen. Vlt auch nicht. Vorsortiert lässt mich ersteres vermuten???? habe mich gestern mit nem DJ aus der Mutterstadt unterhalten der immer Vinyl auflegt. Ihn langweilen die Digital DJs genauso wie mich. Und Tanith, Roland meinte 95 zu mir, du hast Probleme mit den Beat synchronisieren. @ wolle Schade das du auch der Faulheit anheim gefallen bist…..

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  26. nachtrag:
    hier “le(e)hg´t grad einer mit 4!!! thinkpad´s, ne´r mpc2000xl, 2 technics sl1210m3d und ne´m dvj-1000 auf. ich muss seid 2 stunden pullern und kann doch nicht gehen. der muss den sync button im kopf haben. [wie alle "richtigen" dj´s]. DANKE MUTTI!

    (*HIGH END unter AUFSICHT*)

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  27. @ Nordlicht

    Och nööö… Genau diese Art von Musik schlug mir auch damals schon auf den Magen… ;)

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  28. Ich erinnre mich noch gern daran, dass es seinerzeit hieß, Musik von uns für uns, eher Sinngemäß. Das Interesse galt der Music.

    Weiter erinnre ich mich gern daran, dass die beleibten Mixer den Beatcounter hatte (keiner stand zu dem, aber irgendwie war der bei sehr vielen an… ;-) )
    Naja, lang ist’s her…

    Bei den wenigen sets, die ich noch von mir gebe, nutze ich den Sync-button daraus als Stilelement, so wie Tanith es so schön ausführte, aber auch Platten -> Gerade bei Ambient.

    Ansonsten gäbe es da zu den Ausführungen keinerlei Einwände.

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