Thema der Woche 222: Kreuzallergien


Ok, ich weiß Kreuzallergien sind eine fiese Sache, Heuschnuppen und dann auch noch vielleicht keine Nüsse essen dürfen, schlimm, ehrlich. Nur ich bin in keinster Weise davon betroffen, kann also wenig dazu beitragen, geschweige den Praxistips geben. Um das Thema dennoch gebührend zu behandeln möchte ich über eine etwas andere Art der Kreuzallergie berichten, der ich in meiner Zeit als Zivi angesichtig werden durfte und die ich bis bis dahin eher im Reich der Fiction oder Fantasy verortete. Also, es begab sich das ich desöfteren einen Bus begleiten mußte, der sogenannte Behinderte fuhr, mir wurde schon im Vorfeld erklärt das das ganz besonders spaßig wird wenn der Antichrist mitfährt, weil wir dann jegliche Kirche weiträumig umfahren müßten, da das nicht gut für die anderen Insassen wäre. Die Sache war schon fast vergessen und deshalb hat wohl auch keiner mehr dran gedacht, als eines Tages dann mal eine Baustelle über einen anderen Weg führte und dann passierte es. Keine Kirche zwar , aber ein Krankenhauseingang über dem ein massives riesiges Kreuz angeracht war und ab ging’s der sonst ruhige und unauffällige Autist. Der schrie wie am Spieß, schlug um sich und zeigte panisch, mit weit aufgerissenen Augen, auf den Christenprügel, man hatte das Gefühl es hätte nicht viel gefehlt und der Typ wäre wie Graf Dracula zu Staub zerfallen. Unnötig zu erwähnen das die Panik auf die gesamte Besatzung des Busses überschlug und wir zwei Zivis mit der Situation komplett überfordert waren, die so plötzlich und unvermutet über uns herein brach. Eine Kakophonie aus Heulen, Zittern, Stöhnen und Wehklagen aller Mitfahrer brach sich Bahn, als wären wir direkt im Höllenexpress gelandet und Antichrist ließ sich auch nicht mehr beruhigen. Der folgende Weg mußte also zum Schutz der weiteren Insassen wiederum geändert werden, da Antichrist eigentlich am Schluß der Fuhre ausgeladen wurde. Nun war aber angesagt den möglichst schnell ans Ziel zu bringen, auf das wenigstens beim Rest wieder Ruhe einkehren konnte und dabei immer schön drauf achten das bloß kein Kreuz unseren Weg kreuzt. Es waren so die längsten 10 Minuten meines gesamten Zividienstes und auch meine einzige Begegnung mit Kreuzallergie überhaupt.

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. sauber, ich musste gerade auch erst an meinen Zivi-Dienst und später an einen unsäglichen Job denken, bei dem ich tagaus tagein einen Autisten im Büro sitzen hatte. Dadurch war aber leider konzentriertes Arbeiten gar nicht mehr möglich.

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  2. na dann mal froehliches eier suchen. die scheiterhaufen werden ja dann diese nacht in brand gesetzt. nach einer woche nordholland relativiert sich mal wieder so einiges. scheiss sonnenbrand. ;-)

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  3. Hatte ja gar nicht mehr auf dem Schirm, dass ja alle Vampire eine ausgewachsene Kreuzallergie haben…

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