Review: David Battino & Kelli Richards – The Art Of Digital Music

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In The Art Of Digital Music kommen 56 Künstler und Entwickler zu Wort und sprechen, wie der Name schon vermuten läßt, über die Kreation Digitaler Musik. Im ersten Teil werden die Diskutanden jeweils in kurzen Interviews vorgestellt Darunter sind so illustere Namen wie, Robert Henke und Gerd Behles für Ableton, LTJ Bukem, BT, Chrystal Method und Chuck D, aber auch Ray Kurzweil, Roger Linn und viele, deren Namen mir vor dem Buch wenig oder auch gar nix sagten. Der weitere Verlauf des Buches ist dann wie ein großer Stammtisch aufgebaut, die im ersten Teil vorgestellten Künstler und Entwickler reden in Interviewform über Produktion, Philosophie, Business und Zukunft Digitaler Musik. Es ist beileibe nicht nur ein Buch für Experimentalisten oder Laptopmusiker, dafür dürften schon Namen wie Alan Parson, Don Was oder auch Nile Rodgers sorgen. Und das macht dann auch den Vorteil des Buches aus, jeder redet ein bisschen aus dem Nähkästchen und gibt ab und an auch brauchbare Tips oder unvermittelte Einsichten in Prozesse, die man noch nicht kennt. Dabei macht dieses Interview und Konferenzkonzept durchaus Sinn, so kommen Meinungen aus teilweise sehr unterschiedlichen Environments nebeneinander zum tragen und ergeben ein sehr entspannt vorgetragenes mehrstimmiges Studiofachgespräch, das durchaus unterhaltsamen Charakter hat. Wirkliche Cracktips sind darin eher nicht zu finden und das das Buch aus den USA stammt, merkt man sowohl in der Artistauswahl, als auch dem Gespräch an. Nichtsdestotrotz nett zu lesen, da man sich mitten in einer Musikpodiumsdiskussion zu Themen wähnt, die einen eben auch tangieren, wenn man täglich mit dem Sujet zu tun hat. Es ist nicht zu hightbrow aber eben auch nicht zu verfrickelt gehalten und gibt trotzdem noch die ein oder andere gute Anregung mit auf den Weg.
Die beigelegte DVD bietet neben ein paar Samples und Videos kaum Erwähnenswertes, muß wohl aber beim Thema Digital dabei sein. Hätte man sich getrost sparen können und lieber ein paar Dollar billiger machen können.

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