Mein Problem mit E-Book Readern

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Yeah, Ebook Reader, you’ve come a long way, aber angekommen sind wir auch im Jahr 2015 noch nicht. Sicher, es ist schnafte nachts im Bett ohne Lampe lesen zu können, erleichternd sich für Reisen nicht für Bücher entscheiden zu müssen, weil passen ja alle rein ohne aufzutragen und eigentlich liebe ich meinen Kindle sogar, aber wehe man will mit den Dingern mal arbeiten. Gerade jetzt fällt mir das mal wieder auf, wo ich ein Sachbuch durchgehe, das im Print dahingehend konzipiert war das an manchen Stellen Platz gelassen wurde um nach Fragen eigene Einlassungen anzubringen. Mach das mal mit dem Kindle! Der freudige Hinweis aus dem Printkosmos, dem dieses Buch entsprang lautet „Wenn Sie wollen kopieren sie sich die Seiten und bearbeiten Sie sie dort“. Auf dem Kindle liest sich das wie Häme, weil, mach das mal. Sicher, man kann Zeilen markieren und die kann man dann auf seiner persönlichen Kindleseite einsehen, aber gleich seitenweise Kopieren um darin zu arbeiten oder im Dokument zu arbeiten ist, obwohl man solche Bücher offensichtlich verkauft, so nicht vorgesehen.
Mein Behelf sieht gerade folgendermaßen aus: Ich synchronisiere die Seite des Kindle in der Cloud, wechsele auf mein iPhone, rufe die Kindle App und dort die synchronisierte Seite auf, kopiere die und paste in Evernote um dort weiter zu arbeiten, 2015, crazy!
Man sollte meinen vielleicht geht das ja in der Desktop Version, aber weit gefehlt, Kopieren geht hier so wenig wie auf dem Reader, weil is nich, ist so nicht vorgesehen, ausgegrauter Menüpunkt.
Das gekaufte, gedruckte Buch hätte 3€ mehr gekostet, würde aber mir gehören, anstatt nur eine Lizenz zum Lesen zu erwerben und ich könnte Scannen und OCRen, drin rumkrakeln wie ich lustig bin und es danach noch verschenken. Mach das mal mit dem Kindle!
Ich war jetzt schon versucht zusätzlich noch irgendwoher eine epub Raubmordkopie zu erstehen um diese in meinen anderen Reader auf dem iPhone, Gerty, zu laden und dort zu bearbeiten, weil da ist extra so eine Notizbuchfunktion drin, aber Ebooks auf dem iPhone lesen ist halt auch nur eine Krückentechnologie für unterwegs und kleine Happen. Überhaupt das dieser Formatkrieg zwischen epub und mobi immer noch ausgefochten wird und das jeder Anbieter sich mit minimalen Abweichungen in diesen Formaten in seinen umzäunten Garten zurück zieht, herrje, welches Jahr haben wir nochmal?
Natürlich ist Markieren, Notizen, Textzeilen aus dem Reader auf Twitter oder Facebook teilen etc. schonmal der richtige Weg, aber wir könnten schon so viel weiter sein, was den Umgang mit Büchern angeht. Das es ausgerechnet bei dem Preis von E-Books im Vergleich zum Print Pendant immer noch Dinge gibt, die sich mit diesen besser bewerkstelligen und das gleichzeitige Fehlen von Möglichkeiten wie bearbeiten des Textes Standardfeatures wie und Copy & Paste in einem digitalen Gerät, Gutenberg macht sich im Grab das Leichenhemd voll vor Lachen.

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich trenne bei Buechern zwischen Einwegbuechern (Romane, Comics, …) und Mehrfachbuechern (Sach, Koch, …).
    Nur erstere kaufe ich auf dem Kindle. Gerade habe ich durch einen Schluesselbeinbruch weniger Zeit zum Radeln und mehr zum Lesen und mir ist Bewusst geworden wie geil Kindle insbesondere mit Whispersync fuer Hoerbuecher ist. Manche Buecher habe ich auf vier verschiedenen Geraeten gelesen und gehoert, mit einem Papierbuch muesste ich es immer dabei haben und beim Putzen, Kochen oder auf dem Heimtrainer koennte ich auch nicht kur auf Hoerbuch umschalten.

    Fuer Sachbuecher gebe ich dir allerdings recht, die moechte man bekritzeln, anfassen und auch mal verleihen.

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