Ergänzende Interviews zur Doku ” Berlin 90 – Der Sound der Wende”

Letztens lief doch diese neuerliche Doku mit vielen bekannten Protagonisten (ich berichtete). Nun gibt es noch ein paar ergänzende Interviews dazu, die allesamt recht unterhaltsam sind und in denen z.B Wolle seinen Tanzflächenkommunismus erklärt, Danielle de Picciotto den Erfolg von Techno in Berlin mit beiderseitiger Schnörkellosigkeit begründet und auch das Stimmungsbild das Ulrich Gutmair vom damaligen Berlin zeichnet finde ich recht gelungen

Kommentare (7) Schreibe einen Kommentar

  1. ich finde in diesem interview vor allem großartig, dass dort endlich mal jene sätze ausgewählt wurden, die das leben eines jugendlichen in der ddr (aus meiner sicht) realistischer beschreiben. das habe ich zwar zuvor bereits in unzähligen interviews ebenso gesagt, aber “abgedruckt” worden, ist das das erste mal.

    (anmerkung: das was man von so einem interview zu lesen bekommt, ist immer nur ein bruchtteil von allem gesagten. es liegt in der entscheidung des journalisten, was weggekürzt wird und was zu lesen ist)

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  2. Tolle Interviews! Was Wolle da sagt spricht mich an und aus der Seele.
    Interessant auch, was Du Wolle hier zum Hintergrund des Interviews schreibst.
    Danke Tanith für’s posten.

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  3. Ich als Indie- und punksozialisierter Jugendlicher aus der DDR kam ja erst 2-3 Jahre später zum Techno als ihr.
    Es gab ja in der Jugendkultur im Osten starke Dogmen, darf man nicht vergessen! Altpunk´s verprügelten neue Punk´s, die die selbe Kneipe frequentieren wollten, weil vermeintlich “Modepunk´s” oder Stasi..
    Für mich war es tatsächlich ein Dogma (Bass, Gitarre, Schlagzeug), von dem ich mich lösen musste- wo ich so langsam den Freundeskereis ausgefragt hatte um dann festzustellen, dass im 1:1 Gespräch doch viele den sound toll fanden.

    Einstiegsdroge, war für mich die RAVE Bewegung von 89- 90? Also Bands, wie Charlatans, Stone Roses etc. die dann die Türöffner für mich für 808State oder Finitribe waren, um meinen Freundeskreis aufzuweichen, weil die waren ja in den INDIE Charts! Damals hat der INDIE- Osten die Historie aufgearbeitet und NEW MODEL ARMY etc. gehört.. ACID- waren Popper! Das lief im Bäernschaufenster(?).. Da waren Hool´s am Start, das war schickimicki..

    Von daher: Danke Wolle! Wir haben stückweit die selbe musikalische Sozialisation- ich kaufe aufm Flohmarkt immer noch breakdance Scheiben aus den 80´s- weil ich da das erste Mal in meinem Leben das gespürt habe, was dann später (für mich) z.B. SONIC YOUTH, WEATHERALL wurden, zu wissen, Du hörst hier was gaanz großartiges und DU bist eingeweiht. Der Rest der Welt kann Dich auslachen und kacken gehn. DU hast das Gefühl dafür, was wirklich GUT (für dich) ist und sagst es ohne Scham. Einafch nur selbstbewusst.

    Nachm ersten Mal Ringbahnhalle Weissensse(?) war man dann plötzlich auch cool, weil man war dabei! Man war ja sonst auf der INSEL oder KNAACK oder DUNCKER..

    Dafür Herzlichen Dank!

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  4. Dit is Wolle. Den hab ich gestern im Fernsehen gesehen. Planet Wissen über Techno mit Westbam und einem theoretischen Spezialisten. Tanith war auch dabei. Erzählte was von gefälschten Papieren “Senat hat genehmigt und da ging die Party weiter” :-) Westbam hat am Ende an CDJ s noch Trompeten zusammengemischt und gescratcht. Kann es sein, daß ich mal Wolle vorm Berghain gesehen habe? Ich stand mal in der Schlange Sonntagabend und da kam einer mit einem sehr auffälligen alten Liebhaber-Fahrrad. Ein echtes Schmuckstück. Das wertvolle Teil hätte ich dort niemals angekettet. Jedenfalls sah der Besitzer auch so aus.

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