Herbst

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So sah der Berliner Himmel heute morgen bei meinem Frühstück aus, man wähnt sich wie in südlichen Gefilden. Die Fetthenne blüht, ebenso der Basilikum, der Bambus wird melancholisch und bekommt die ersten herbstlich braunen Blätter.
Bei Tee, Brötchen und Morgenlektüre kam mir dann in den Sinn, wie es in diesem Lande dieses Jahr wohl zugegangen wäre, hätten wir nicht ein solches sonnendurchflutetes Wetter gehabt, sondern die übliche graue Suppe mit viel Regen. Wäre der eh schon latente Unmut dann in was rabiateres umgekippt, wäre Schröder sein Amt dann schon los?
Ich glaube das Wetter hat über einiges gesellschaftliche hinwegsehen lassen, was sonst so nicht geschluckt worden wäre. Nun wird es bald spannend werden, wenn der Herbst kalt, grau und ungemütlich wird. Dann nämlich werden es auch die Mitmenschen und die schwache und kurze Sonne vertreibt die dunklen Gedanken nicht mehr, man kann sich dem Ganzen auch nicht mehr durch Rausfahren oder Spazierengehen entziehen, die Decke fällt einem auf den Kopf und das ganze Ausmaß der Unzufriedenheit wird in voller Gänze Tag für Tag spürbar. Ich bin wirklich gespannt, wie die Welt nach diesem Winter aussehen wird.

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