Oblique Strategies

Das I Ging des Studiomusikers gibt es seit geraumer Zeit auch für den Desktop und da es gerade in neuer Version für OSX herausgekommen ist, nehme ich das zum Anlaß es zu lobpreisen und feilzubieten, kost ja auch nix, ist Freeware.
Oblique Strategies sind ein Kartenset mit sinnigen Sprüchen und wurden von Brian Eno und Peter Schmidt in den 70ern entwickelt um vertrackte Studiosituationen zu meistern und sind seitdem der Geheimtip um aus diesen herauszukommen, bzw. sich gewiss zu werden das es auch andere Wege gibt. Umso schöner, das diese einst so limitierten Kartensets und damit weise Schläge auf den Hinterkopf, wie “Honour thy error as a hidden intention.”, nun für jedermann verfügbar sind

Sitestatistik

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Na na na, wir wollen hier mal nicht zu selbstreferentiell werden, aber wenn auch ich diesem Statistiktool nicht so recht über den Weg traue, so erzählen diese Zahlen doch einiges, bzw. geben auch Fragen auf.
Erstmal: Seit Einführung des Blogs haben sich die Besuche mehr als verdoppelt (vor Juli immer irgendwas zwischen Sechs- und Siebentausendirgendwas), seit der Blogeinführung im Juli sind es durchgängig monatlich mehr geworden, um im September sogar zum ersten mal über Zehntausend unterschiedliche Rechner, die auf tanith.org zugreifen, zu erreichen und wie man auf der Grafik sieht, geht die Kurve steil hoch, das freut mich natürlich gewaltig! Dank an alle Leser!
Was mich wunder nimmt, ist die gleichzeitige Abnahme der Kb-Zahlen, was darauf schliessen läßt, das die Mixe weniger gesaugt werden. Nun deucht mir, ihr habt nicht gerafft, das die neuen Mixe nun an anderer Stelle untergebracht sind, nämlich gleich hier links in den Kategorien.

Saugt solange es noch geht, denn nach neuem Urheberrecht kann ich diesen Service leider nicht mehr aufrecht erhalten, es könnte verdammt teuer werden- leider

Kopfhörer mit Surroundsound

Für schlappe 59 Euronen bietet die Firma einen Surroundkopfhörer an, der an eine Soundkarte mit mindestens 5 Kanälen voraussetzt, berichtet u.a futurezone.orf.at.
Das ist eine frohe Kunde für all ene die in Zukunft in Surround produzieren wollen oder müssen, da das Hörgefühl bei Boxen doch sehr von Gegebenheiten abhängig ist und mir bislang noch keine Boxenlösung untergekommen ist, die man als wirklich überall überzeugend bezeichnen könnte.

CD- Rohlinge aus Mais

futurezone.orf.at berichtet:
Thermoplastischer Kunststoff Polymilchsäure | Ein Maiskolben reicht für zehn optische Speichermedien | Ab Dezember in Japan

Der japanische Hersteller Sanyo hat nun erste kompostierbare CD-Rohlinge vorgestellt.
Die Scheiben mit dem Namen “MildDiscs” werden auf Mais-Basis produziert und sollen sich mit Hilfe von Mikroorganismen innerhalb weniger Wochen wieder vollständig abbauen lassen.
Einzig entstehende Abbauprodukte sind Wasser und Kohlendioxid.

Das wär ja mal was und unzuverlässiger als die bisherigen dürften die auch nicht sein, wenn man die Tests von Rohlingen in den letzten Jahren so mitverfolgt hat. Mich jedenfalls hat bei dem ganzen Plastik- und Metallschrott schon immer ein ungutes Gefühl beschlichen, besonders nachdem sich hier 2 volle Spindeln mit Schrottcds angesammelt hatten, so das ich gar darauf ausgewichen bin, so ziemlich alles nur noch auf FW-HDs zu sichern, was ja auch schneller geht.

Neues Douglas Rushkoff Buch kostenlos als PDF

Es heißt “Open Source Democracy” und ist bei Demos als kostenloses PDF verfügbar.
Ich habe schon einiges von Rushkoff gelesen, dabei fand ich einiges sehr interssante Ansätze, aber vieles war mir dann auch zu euphorisch amerikanisch. Naja, der Titel klingt schonmal interessant und der Ansatz der ersten Seite “Political structures need to change. They will emerge from people acting and communicating in the present ,not talking about a fictional future” verspricht schonmal spannendes und bringt vielleicht ein paar Ideen zur momentanen Lage, nicht nur hierzulande.

Herbst

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So sah der Berliner Himmel heute morgen bei meinem Frühstück aus, man wähnt sich wie in südlichen Gefilden. Die Fetthenne blüht, ebenso der Basilikum, der Bambus wird melancholisch und bekommt die ersten herbstlich braunen Blätter.
Bei Tee, Brötchen und Morgenlektüre kam mir dann in den Sinn, wie es in diesem Lande dieses Jahr wohl zugegangen wäre, hätten wir nicht ein solches sonnendurchflutetes Wetter gehabt, sondern die übliche graue Suppe mit viel Regen. Wäre der eh schon latente Unmut dann in was rabiateres umgekippt, wäre Schröder sein Amt dann schon los?
Ich glaube das Wetter hat über einiges gesellschaftliche hinwegsehen lassen, was sonst so nicht geschluckt worden wäre. Nun wird es bald spannend werden, wenn der Herbst kalt, grau und ungemütlich wird. Dann nämlich werden es auch die Mitmenschen und die schwache und kurze Sonne vertreibt die dunklen Gedanken nicht mehr, man kann sich dem Ganzen auch nicht mehr durch Rausfahren oder Spazierengehen entziehen, die Decke fällt einem auf den Kopf und das ganze Ausmaß der Unzufriedenheit wird in voller Gänze Tag für Tag spürbar. Ich bin wirklich gespannt, wie die Welt nach diesem Winter aussehen wird.